Fülle der Musik des Hochbarock

Gertrud Schmidt (Viola d‘Amore) und Cembalist Claus Köppel geben ein Osterkonzert in der Kapelle des Bethlehem-Gesundheitszentrums. Patienten konnten sich mit ihrem Bett zum Konzert bringen lassen.

Fotos: Christoph Hahn
Fotos: Christoph Hahn

Da haben sich zwei gesucht und gefunden: Gertrud Schmidt (Viola d‘Amore) und Cembalist Claus Köppel, im Zivilberuf seit ein paar Monaten Chefarzt der Altersmedizin im Bethlehem-Gesundheitszentrum, breiteten am Nachmittag des Ostermontags in der Kapelle des Krankenhauses die ganze Fülle der Musik des Hochbarock vor ihren Zuhörern aus. Die Stolberger honorierten das Angebot der Streicherin und ihr es künstlerischen Mitstreiters ganz eindeutig: Beim Erklingen des ersten Akkords waren Hauptschiff und Empore des Gotteshauses bis fast auf den letzten Platz gefüllt.

 

Einige Ordensschwestern hatten sich ebenso eingefunden wie liegende Patienten, die sich im Bett zum Konzert schieben lassen konnten – und weitere Zuhörer im Haus, die dem Geschehen über ihre Radio- und Fernsehgeräte folgen konnten, wie Geschäftsführer Dirk Offermann in seiner kurzen Begrüßungsrede anmerkte.

 

Auf die eine oder andere Weise hatte dieses neue Kulturangebot im Gesundheitszentrum viele Menschen mobilisiert – wohl einer der Gründe, aus denen der Chefarzt und Privatdozent mit dem doppelten Doktortitel das Konzert initiiert hat. Zum Auftakt ließ Köppel aber hören, dass er als Musiker – der er gar nicht mal so ganz nebenbei auch ist – nicht nur ein Tasteninstrument beherrscht: Auf der Orgel der Kapelle intonierte er zwei Choralvorspiele von Johann Sebastian Bach, „Christ lag in Todesbanden“ und „Wer nur den lieben Gott lässt walten“.

 

Nach Köppels Solo erhielt dann auch Gertrud Schmidt die Gelegenheit, ihr Instrument und ihr Können herauszustellen. Der Partita in F von Christian Pezold (1677-1733), entstanden am Hof von August dem Starken in Dresden, verlieh die Virtuosin Glanz und Eleganz – eine Leistung, die die Menschen in der Kapelle mit rauschendem Beifall belohnten.

 

Einer Reise durch das alte Europa glichen die vier Programmpunkte, die Schmidt und Köppel im Zusammenspiel darboten. Auf dem Cembalo aus der Sammlung einer Britin, dass er eigenen Ausführungen zufolge 14 Tage vor dem Konzert bei einer Auktion erstanden hat, und auf der Viola d‘Amore aus dem Nachlass des jüngsten Thomas-Mann-Sohnes Michael bestach das Duo immer wieder durch die Geschmeidigkeit des Zusammenspiels – eine Qualität, die nicht zuletzt bei der „Lessione“ von Attilio Ariosti zu großer Lebendigkeit im Ausdruck führte.

 

Den Schlusspunkt setzte ein Choralvorspiel von Johann Sebastian Bach, das über „Jesu bleibet meine Freude“. Derart in den Bann geschlagen, nahmen viele der Musikfreunde nach dem Verklingen des letzten Tons die Einladung zum Dialog mit den Interpreten wahr und ließen sich die klangliche Eigenheiten von Cembalo und Viola d‘Amore erklären.

 

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

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