„Kuh sympathisiert mit Güllebewegung“

Kabarettist René Steinberg unterhält glänzend im Rittersaal. Neandertaler-Erbgut und ein Navi namens Uschi kommen bestens an.

Foto: D. Müller
Foto: D. Müller

Geistreich, spontan und vor allen Dingen äußerst witzig hat René Steinberg sein frisches Bühnenprogramm „Irres ist menschlich“ im Rahmen des städtischen Kulturprogramms präsentiert. Der aus dem Rundfunk bekannte Kabarettist erfreute live und in Farbe das Publikum im Rittersaal der Burg mit köstlichen Scherzen, für die er viel Applaus und noch mehr Lacher erntete. Dabei deckte Steinberg mitunter verblüffende Zusammenhänge auf. Etwa, dass die Türkei niederländische Kühe deshalb ausgewiesen hätte, weil sie mutmaßlich mit der „Gülle-Bewegung“ sympathisieren würden.

 

Den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan entlarvte er als „verkleideten Silvio Berlusconi“, und Steinberg schlug auch den Bogen über den großen Teich: „Ich habe gelesen, dass Wissenschaftler das bisher älteste Neandertaler-Erbgut entdeckt haben, und frage mich jetzt: Warum ist es in Amerika Präsident geworden? Und warum balanciert es ständig ein totes Meerschweinchen auf dem Kopf?“

 

Humorvoll verstand Steinberg es, sich mit Leichtigkeit zwischen Kabarett und Komik zu bewegen, und sein Publikum bestens zu unterhalten. Wobei er auch vor philosophischen Ansätzen nicht scheute. Beispiel: „Ein Mann geht alleine im Wald spazieren. Weit und breit ist keine Frau zu sehen. Hat der Mann trotzdem Unrecht?“

 

Immer wieder verwickelte Steinberg das Publikum in lustige Dialoge, fand Gäste im Rittersaal, die ihre Navigationsgeräte „Uschi“ oder „Frau Müller“ nennen, und begeisterte mit verschiedenen Techniken, die zum Verzehr von Schokoküssen oder „Prinzenrollen“-Keksen herangezogen werden.

 

Sein Credo lautete: „Der Mensch ist nicht perfekt“, was Steinberg zum Beispiel an Gedanken verdeutlichte, die verschwinden wie „Verkäufer im Baumarkt“. Gekonnt spielte der Kabarettist auf Phänomene an wie: „Wir bauen die modernsten Fahrzeuge und haben die komplexe Infrastruktur dafür geschaffen. Aber immer noch werden Frauen an Autobahnraststätten vergessen.“

 

Oder aus einem anderen Blickwinkel gesehen: „Wäre die Welt vernünftig aufgebaut, gäbe es keinen einzigen Fan vom FC Bayern München“, meinte Steinberg. Manchmal ließ er auch seine Radio-Charaktere wie Udo Lindenberg, Herbert Grönemeyer und Till Schweiger zu Wort kommen, und in einem Sketch huldigte Steinberg seiner Figur „Sarko de Funès“ gemeinsam mit einem „Gendarm“ aus dem Publikum.

 

Auch seine Einblicke in die Welt jugendlicher „Bewegungslegastheniker“ amüsierten die Gäste prächtig. Dem Untertitel des Programms – „Selbstironie für Alle“ – wurde Steinberg gerecht, da er sich selbst nicht ausklammerte. So habe er von Zuschauern bereits viel Lob für seine Bühnenauftritte erhalten. Eine Dame blieb ihm besonders in Erinnerung, weil sie gesagt hat: „Das hat mir gut gefallen, Herr Steinberg. Sie sind so wunderbar autistisch!“

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

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