Kosten für Rathausstraßen-Umbau steigen

Im Mai beginnt die Sanierung der Hauptverkehrsader. Bauausschuss vergibt Aufträge. Anlieger müssen für Kanalanschlüsse zahlen.

Foto: S.-L. Gombert
Foto: S.-L. Gombert

Der Bau- und Vergabeausschuss der Stadt Stolberg hat in seiner Sitzung am Donnerstagabend über die Vergabe der Gewerke im Zuge der Baustelle Rathausstraße entschieden. Vom 2. Mai an bis in den Februar 2019 wird die Hauptverkehrsachse der Stolberger Innenstadt zur Großbaustelle in mehreren Akten.

 

Die gesamten Kosten für den Bau, das steht seit der Bauausschusssitzung fest, liegen höher als ursprünglich gedacht: Knapp 3 Millionen werden für die Gewerke insgesamt fällig statt der bislang geplanten 2,17 Millionen. Allerdings fallen die Mehrkosten nicht alleine auf die Stadt Stolberg zurück, wie der Technische Dezernent Tobias Röhm auf Anfrage unserer Zeitung erklärt. Die Ursachen liegen unterhalb der Straßenfahrbahn.

 

„Wir haben im Vorfeld des Baubeginns die Kanalanschlüsse entlang der Rathausstraße untersucht“, sagt Röhm. Jeder private Anschluss an den Kanal unterhalb des Straßenkörpers habe man sich angesehen. „Dabei haben wir festgestellt, dass ein Großteil dieser Anschlüsse sanierungsbedürftig ist“, sagt Röhm. Als Beispiel nennt er in die Jahre gekommene Rohrübergange: Da geht Beton in Kunststoff in Metall und wieder Kunststoff über. „In solchen Fällen kommt es im Laufe der Zeit zu Materialundichtigkeiten. Diese maroden Anschlüsse lässt die Stadt im Zuge der Bauarbeiten nun sanieren, tritt allerdings nur in Vorleistung.

 

Denn die Rechnung bekommen schließlich die Eigentümer der maroden Kanäle. „Dabei handelt es sich nicht um eine Abgabe nach dem Kommunalabgabengesetz“, stellt Röhm klar, sondern es müsse nur derjenige zahlen, dessen Anschluss marode ist. Insgesamt schätzt die Verwaltung, dass die Hauseigentümer sich Gesamtkosten von rund 250 000 Euro teilen müssen.

 

Ein weiterer dicker Faktor auf der Gesamtrechnung Rathausstraße wird nicht von der Stadt beglichen, sondern von den Energieversorgern, wie Tobias Röhm erklärt: „Wenn ein Versorger die Gasleitungen erneuern will, dann wird das zwar im Zuge der Bauarbeiten durchgeführt.“ Allerdings würden die Arbeiten an den Gasleitungen und die dazu gehörigen Erdarbeiten sowohl separat beauftragt als auch bezahlt. Für eine gemeinsame Ausschreibung habe man sich dennoch entschieden, um die Abläufe auf der Baustelle besser koordinieren zu können.

 

Doch auch auf die Stadt kommen Mehrkosten zu: und zwar in Höhe von rund 350 000 Euro, wie Röhm sagt. „Wir haben uns ganz bewusst für eine Bauweise entschieden, bei der wir auf die Anliegen der Geschäftsleute entlang der Rathausstraße Rücksicht nehmen wollen.“ Und das kostet. Konkret bedeutet das: Bauen in insgesamt fünf Abschnitten, und zwar halbseitig. Abschnitt 1-4 liegen nördlich vom Bastinsweiher, der letzte Abschnitt zwischen Frankental und Jordanplatz. Der Straßenbereich am Bastinsweiher selbst ist ja bereits fertig saniert und mittlerweile wieder für den beidseitigen Verkehr freigegeben.

 

So soll es zu keiner Zeit zu einer Vollsperrung der Rathausstraße kommen. „Die Hauptverkehrsader der Innenstadt wird immer einspurig befahrbar bleiben“, sagt Röhm. Auch die Zugänge zu den Geschäften und Wohnhäusern selbst, vor allem für die Fußgänger, sollen so wenig wie möglich von den Bauarbeiten betroffen sein. In mehreren Anschreiben und bei gemeinsamen Gesprächen sei das Vorgehen mit den Anliegern der Rathausstraße entsprechend erläutert worden.

 

Während die eine Großbaustelle sozusagen in den Startlöchern steht, zeigt sich Röhm mit dem Baufortschritt an anderer Stelle zufrieden, beispielsweise am Bastinsweiher: „Der Weiher wird am Tag der Städtebauförderung offiziell eröffnet.“ Das ist Samstag, 13. Mai. Bei dieser Gelegenheit sollen die Modelle des Stolberger Schiffs-Modell-Clubs endlich wieder auf dem kleinen Gewässer ihre Runden drehen können.

 

Auch auf dem Kaiserplatz wird derzeit noch kräftig gebaut: Während der Kupferpavillon mehr und mehr Gestalt annimmt, entsteht gleich daneben der umgestaltete Brunnen. Und damit ein neu gestalteter Kaiserplatz auch tatsächlich neu aussieht, wird sich die Stadt auch dem Asphalt-Flickenteppich im vorderen Bereich annehmen. „Wir haben noch Blausteinpflaster vorrätig“, sagt Röhm. Sobald der erste Bauabschnitt der Rathausstraße beendet ist, sollen diese anstelle der Asphaltflicken eingesetzt werden. Bis es soweit ist, wird es aber nach den aktuellen Bauplanungen wohl Frühjahr 2018 werden.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

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