Stadt Stolberg möchte mehr Fahrräder auf den Straßen

Bestandsaufnahme des Verkehrsnetzes läuft. Klimafreundliches Mobilitätskonzept soll Anfang 2018 fertiggestellt werden.

Foto: L. Kubiak
Foto: L. Kubiak

Wer in der nächsten Zeit einem schwarzen Fahrrad mit einer Box auf dem Gepäckträger und zwei kleinen Kameras vorne und hinten auf den Straßen Stolbergs begegnet, sollte sich davon nicht beunruhigen lassen. Das Rad ist Teil einer Bestandsaufnahme des Stolberger Straßennetzes und kommt derzeit auf 100 Kilometern Streckennetz zum Einsatz.

 

Ziel der Bestandsaufnahme und -analyse ist es, Schwachstellen im Stolberger Verkehrsnetz ausfindig zu machen und diese langfristig zu verbessern. Als Grundlage der Analyse dienen unter anderem Luftbilder und die Aufnahmen, die mit den Kameras am Fahrrad gemacht werden. Ausgewertet wird zum Beispiel, wie die Radwege beschaffen sind, an welchen Stellen Bürgersteige möglicherweise zu schmal sind, wo Abstellmöglichkeiten für Räder fehlen und wie die Parkplatzsituation aussieht. Für die Bestandsaufnahme wurde das Verkehrsplanungsbüro BSV aus Aachen beauftragt. Die Analyse der Infrastruktur ist Teil des klimafreundlichen Mobilitätskonzepts der Stadt Stolberg. Bei dem Konzept handelt es sich um ein Förderprojekt. 95 000 Euro wird die Erstellung des Konzepts kosten, 70 Prozent werden von der Nationalen Klimaschutzinitiative gefördert. Anfang 2018 soll das Konzept fertig sein.

 

Ziel des Konzepts ist es, die Verkehrswege klimafreundlicher zu gestalten, man möchte aber auch die Lebensqualität der Bürger steigern. Betrachtet würden daher vor allem die Fuß- und Radwege, die Struktur des ÖPNV und, wie diese jeweils miteinander verbunden sind, erklärt Georg Trocha, Klimaschutzmanager der Stadt Stolberg. Fast 16 000 Menschen würden pro Tag aus Stolberg heraus und fast 7000 in die Stadt hinein pendeln. Erstrebenswert wäre es da, wenn innerhalb der Stadt mehr Menschen das Rad nehmen oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln fahren würden. Empfehlungen des Planungsbüros könnten zum Beispiel so aussehen, dass Fahrradboxen für eine bestimmte Stelle empfohlen werden oder Radwege an gewissen Stellen ausgebaut werden sollten, sagt Katja Engelen vom BSV-Büro.

 

Georg Trocha hofft, dass nach Fertigstellung des Konzepts bis Mitte 2018 ein Arbeitsbeschluss erstellt werden kann und die ersten Baumaßnahmen dann 2019 starten. „Die Umsetzung des Konzepts wird aber sicherlich ein Projekt sein, das uns die nächsten 15 Jahre beschäftigt“, vermutet er.

 

Auch die Stolberger Bürger sollen bei der Erstellung des Konzepts einbezogen werden. Im Mai oder Juni soll es eine öffentliche Befahrung mit dem Rad geben. Davon erhoffe man sich ein Feedback der Bürger dazu, was gut, und was weniger gut funktioniert, sagt Trocha. Am 20. September werden dann im Rahmen einer Bürgerveranstaltung im Rathaus erste Ergebnisse bekanntgegeben.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

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