Rudi Dreuw für Engagement mit dem Rheinlandtaler ausgezeichnet

Der pensionierte Pädagoge hat die Wirtschafts- und Sozialstrukturen seiner Heimat im 19. und 20. Jahrhundert nachgezeichnet. „Altes Vicht“ lebendig gehalten.

Foto: T. Dörflinger
Foto: T. Dörflinger

Ist der Rheinlandtaler in Vicht beheimatet? Diese Frage drängt sich unweigerlich auf, wenn man die lange Reihe der Vichter Bürger betrachtet, denen für ihr heimatgeschichtliches - oder naturkundliches Engagement die hohe Auszeichnung des Landschaftsverbandes Rheinland verliehen wurde. Denn nach Katharina Schreiber (1996), Norbert Franzen (2013) und Helmut Schreiber (2015) wurde jetzt im Pfarrheim an der Rumpenstraße der pensionierte Studiendirektor und Diplom-Handelslehrer Rudi Dreuw für sein heimatkundliches und geschichtliches Engagement mit dem Rheinlandtaler geehrt.

 

Die Laudatio vor rund 80 Gästen - unter ihnen Städteregionsrat Helmut Etschenberg, Bürgermeister Tim Grüttemeier und Axel Wirtz, Mitglied des NRW-Landtages, hielt jetzt die stellvertretende Vorsitzende der Landschaftsversammlung Rheinland, Karin Schmitt-Promny. Sie skizzierte kurz den Lebensweg des Geehrten, der viele Jahre lang als Lehrer und Abteilungsleiter am Berufskolleg Simmerath-Stolberg tätig war, und stellte die sechs Publikationen von Rudi Dreuw in den Mittelpunkt, die sich mit dem Wandel der dörflichen Wirtschafts- und Sozialstrukturen im 19. und 20. Jahrhundert beschäftigen: Gegenstand der Dreuw-Betrachtungen waren dabei unter anderem die Vichter Gasthäuser, die Steinbrüche, die Bauhandwerker, die Transporteure, der Einzelhandel, die Landwirtschaft sowie das Friseur-, Schreiner- und Schneiderhandwerk. So hatten allein die ersten drei Bände mehr als 400 Seiten umfasst. „Somit wissen wir wer in Vicht die Dokumente sammelt, organisiert und niederschreibt, die für die Ortsgeschichte und darüber hinaus für die Geschichte unserer Landes wichtig und unerlässlich sind, nämlich Rudi Dreuw“, betonte Schmitt-Promny, die anschließend die hohe Auszeichnung dem 74-jährigen Lokalhistoriker überreichte.

 

Worte des Dankes fand auch Helmut Etschenberg, der sagte: „Rudi Dreuw hat sich für die kulturelle Entwicklung seines Ortes Vicht und damit auch für das Rheinland insgesamt verdient gemacht. Sie schaffen Identität und sorgen dafür das Heimat lebendig bleibt“. Dem schloss sich auch Bürgermeister Grüttemeier an, der betonte: „Dass die Vichter ein selbstbewusstes Völkchen sind ist unter anderem Ihnen zu verdanken. Sie haben allzeit das richtige Gespür gehabt und großes Engagement bewiesen, um das „alte Vicht“ lebendig zu erhalten“. Danach war der Geehrte an der Reihe, der sich bei seiner Gattin Irmgard Dreuw bedankte, für die Unterstützung bei den intensiven Recherchen. Musikalisch umrahmt wurde die Feierstunde von Hanni Grawinkel, die Klavierstücke von Robert Schumann und Jules Massenet darbot. Der Rheinlandtaler wird seit 1976 vergeben. Er wird an Personen verliehen, die sich um das kulturelle, geschichtliche und soziale Erbe des Rheinlandes verdient gemacht haben. Vorbild für die Darstellung auf dem Rheinlandtaler ist ein Medusenhaupt auf einen Eckbekrönungsstein aus dem frühen dritten Jahrhundert, der 1952 in der Brunnenstube „Grüner Pütz“ bei Nettersheim (Eifel) gefunden wurde und heute im Landesmuseum Bonn aufbewahrt wird. Geschaffen wurde der Rheinlandtaler von dem Künstler Wolfgang Reuter.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Kandidat für den Städteregionsrat
Dr. Tim Grüttemeier

 

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