23 Wohnungen in der alten Textilfabrik

Neuer Anlauf von Horst König nach Gesetzesnovellierung. Staffelgeschoss. Einheiten zwischen 30 und 80 Quadratmeter.

Foto: J. Lange
Foto: J. Lange

„Warum eigentlich nicht? Das ist doch eine reizvolle Idee“, sagt Horst König zu aktuellen Überlegungen, die frühere Textilfabrik in der Buschmühle unter Denkmalschutz zu stellen. Kurz nach Ende des Zweiten Weltkrieges wurde die Produktionsstätte 1946 errichtet. Nach dem Ende der Textilindustrie wurden die von Landschaftsschutzgebieten umgebenen Gebäude für unterschiedliche Gewerbe genutzt. Vor knapp zehn Jahren ersteigerte Horst König das Ensemble. Nun soll der Haupttrakt in Wohnungen umgebaut werden.

 

„Lieber gestern als heute würde ich mit dem Umbau endlich anfangen dürfen“, sagt König. Hätte er auch fast schon vor drei Jahren machen können, als die Stadt seine Bauvoranfrage positiv beschieden hatte. Aber es sind im Hintergrund einfach ein paar Dinge „dumm gelaufen“, die für Verzögerungen gesorgt haben.

 

Nun möchte der Investor loslegen, sobald er die Baugenehmigung in den Händen hält. Zuvor hat am 29. März noch einmal der Ausschuss für Stadtentwicklung das Wort, der der positiven planungsrechtlichen Stellungnahme der Verwaltung zu dem Bauantrag zustimmen soll.

 

Das hatte das Ratsgremium bereits bei der Voranfrage Anfang 2014 für die geplanten 25 Appartment-Wohnungen in den Geschossen eins bis drei getan. Das Projekt war seinerzeit eher als Angebot für Studenten gedacht, zumal es einen Gemeinschaftsraum mit Teeküche und einen Fahrradraum vorsah. Jetzt sieht ein Konzept unterschiedliche Wohneinheiten vor, die vielfältige Bevölkerungsgruppen ansprechen sollen.

 

König hat die Planung überarbeiten lassen. Denn mittlerweile hat sich die Gesetzeslage geändert. „Die Neuorganisation der Grundrisse und die Unterbringung der Wohneinheiten in nun drei Vollgeschossen und einem zusätzlichen Staffelgeschoss mussten vorgenommen werden“, sagt Tobias Röhm. Mittlerweile besagt die Bauordnung, dass Wohnungen in reiner Nordlage, so wie teilweise ursprünglich angedacht, nicht mehr zulässig sind, erklärt der Technische Beigeordnete. Zudem müsse bei einem solchen Vorhaben mindestens ein Geschoss rollstuhlgerecht ausgeführt werden.

 

„Alle Wohnungen werden nicht nur barrierefrei erreichbar sein, sondern auch über einen hochwertigen Standard verfügen“, sagt König, der die Planung für den Hauptkomplex grundlegend überarbeiten ließ. Jetzt sieht dieser Entwurf insgesamt 23 Wohneinheiten in vielfältigen Größen zwischen 30 und 80 Quadratmetern vor. Das gesamte Gebäude soll mit einer wärmedämmenden Isolierung verkleidet werden. Bereits in einem Nebentrakt des Industrieensembles realisiert sind ein Loft und eine Einlieger-Wohnung.

 

Während in einem früheren Fabrikraum weiterhin seit Oktober 2014 eine Lasertag-Halle betrieben wird, hat König die frühere Soccer-Halle aufgegeben. Dort residiert nun ein Unternehmen. Seinen Standort gewechselt hat mittlerweile der früher in der Buschmühle ansässige Kfz-Betrieb. Jetzt soll diese Werkstatt ebenfalls einer Büronutzung zugeführt werden.

 

Das hat durchaus auch planungsrechtliche Vorteile für den Investor. Denn dank des Wegfalls der Werkstatt kann dieser nun die für das Wohnbauvorhaben erforderlichen 29 Stellplätze auf dem Gelände nachweisen. Das ist zudem eine Auflage des Landesbetriebes Straßenbau, der in dem Verfahren beteiligt ist, weil das Areal nur über die Landesstraße 221 erschlossen ist. Der Münsterbach und das Naturschutzgebiet Buschmühle inklusive des Truppenübungsplatzes der Bundeswehr umrahmen das Anwesen malerisch und bieten ein ausgedehntes Erholungsgebiet.

 

Noch ein weiteres Projekt hat Horst König in der Buschmühle vor der Brust: Das ehemalige Kesselhaus der Textilfabrik soll ebenfalls einer neuen Nutzung zugeführt werden. „Wir möchten gerne Büros dort unterbringen“, sagt der Aachener Unternehmer, der über eine halbe Million Euro in das Ensemble investieren möchte.

 

Vortrag über die Textilindustrie

 

  • In dem 1946 errichteten Gebäude in der Buschmühle war einst eine Textilfabrik angesiedelt. Einen Vortrag über die „Textilindustrie in der Aachener Region unter Berücksichtigung der Stolberger Textilindustrie“ bietet der Heimat- und Geschichtsverein an für Donnerstag, 23. März. Er beginnt um 20 Uhr im Kupferhof Rosental an der Rathausstraße. Referent ist Jochen Buhren aus Aachen.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

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