Die Akten im Keller haben nun eine trockene Bleibe

Arbeiten am Amtsgerichtsgebäude sind zunächst abgeschlossen. Jetzt sollen die WC-Anlagen erneuert werden.

Foto: Nowicki
Foto: Nowicki

Die letzten Arbeiten im Keller des Amtsgerichts an der Kaiserstraße sind jetzt endlich abgeschlossen. Die einst feuchten Räume sind abgedichtet, eine Belüftungsanlage regelt den Feuchtigkeitsgehalt in der Luft. Damit ist gesichert, dass die Tausenden von Akten nicht von Schimmel befallen werden. 1,3 Millionen Euro wurden in zwei Bauabschnitten investiert.

 

Der lang ersehnte Anbau an dem historischen Gebäude hingegen lässt noch auf sich warten. „Wir sind auf einem guten Weg“, sagt Amtsgerichtsdirektor Rainer Har-nacke, „allerdings sind wir auch nicht so weit zu sagen, dass im nächsten Jahr die Zeichnungen der Architekten auf dem Tisch liegen.“ Will heißen: Auch in den nächsten Jahren muss der Amtsgerichtsbetrieb an zwei Standorten laufen: an der Kaiserstraße und an der Peter-Paul-Straße. Zwar kann sich das Ergebnis der Bauarbeiten im Amtsgericht sehen lassen, der Weg dahin war allerdings durchaus beschwerlich – vor allem für die Mitarbeiter. 30 000 Akten mussten zwischenzeitlich in vier Containern ausgelagert werden.

 

Da auch der Boden im Keller aufgestemmt und abgetragen werden musste, entwickelte sich viel Dreck. Dies führte auch zu einem vermeintlichen Feuerwehreinsatz, weil die starke Staubentwicklung einen Rauchmelder ausgelöst hatte. Inzwischen können die Mitarbeiter im Amtsgericht darüber schmunzeln. Die Akten befinden sich sauber sortiert in Regalen im Keller.

 

Dort müssen sie noch sehr lange unbeschadet bleiben. Denn Urteile müssen 30 Jahre, Nachlassakten sogar 100 Jahre lang aufbewahrt werden. Grundbuchakten werden unterdessen ständig fortgeführt. Da schien es wohl unerlässlich, dass die Behörde tätig werden musste, als die Feuchtigkeit dermaßen hoch wurde, dass auch die Papiere in Mitleidenschaft gezogen wurden.

 

Der Boden wurde komplett abgetragen und durch einen Betonboden ersetzt. An den Seitenwänden trugen die Arbeiter einen Spezialputz auf. Zusätzlich installierte man eine Lüftungsanlage, die den Feuchtegrad in der Luft drinnen und draußen misst und bei Bedarf Außenluft hineinbläst. „Erst ab einem Feuchtegrad von über 60 Prozent wird es kritisch“, weiß dazu Geschäftsleiter Peter-Heinz Arnolds.

 

Im ersten Bauabschnitt wurden Risse im Gebäude, das 1907 gebaut worden ist, beseitigt. Zwei Jahre lang waren die Handwerker im Amtsgericht tätig. Dies soll in naher Zukunft wieder der Fall sein: Die WC-Anlagen in dem denkmalgeschützten Gebäude sollen auf den neuesten Stand gebracht werden.

 

Dafür müssen alte Leitungen ersetzt werden. Auch dies wird den Arbeitsalltag im Gericht wieder beeinflussen. Eine Baustelle würde man an der Kaiserstraße allerdings nach wie vor sehr begrüßen: den Erweiterungsbau. Bis zum Baustart sind allerdings noch sehr dicke Bretter zu bohren.

 

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

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