St. Lucia und der Luciaweg

Straßenstück ist wohl das älteste der Stolberger Innenstadt.

Ab 1851 ist die alte Kirche umfassend erweitert und zu einem Kleinod des Spätklassizismus umgeformt worden. Gegen den Willen des Pfarrers Roland Ritzefeld war im selben Jahr der Bau der Mühlener Kirche begonnen worden. Hoch aufragend beherrscht das Kirchenschiff den schmalen Luciaweg oder Kirchweg. Die ursprüngliche Enge der gesamten Altstadt zeigt sich hier durch Wohnbebauung am linken Bildrand, die im Zuge der Altstadtsanierung der 1980er Jahre entfernt wurde. Die Räder des Karrens stehen still, während das Befahren des Luciaweges Richtung Klatterstraße 1855 untersagt wurde – hier lag Stolbergs erste Fußgängerzone. Schäden am Pflaster, Freitreppen und auch Fußgängern wollte man nicht weiter in Kauf nehmen.

 

Dieses Straßenstück ist mit ziemlicher Sicherheit das älteste der Stolberger Innenstadt, führt es doch direkt zur Burg, dem ältesten Bauwerk der Stadt. Die Kirche war als Kapelle ursprünglich die Privatkapelle der Burgherren. Und in geschickter Weise waren sie es, vermutlich Vinzenz oder Hieronymus von Efferen, die sie regelrecht zwischen Burg und Siedlung gelegen als Gemeindekirche etablierten, gegen den Willen der Eschweiler Pfarre. Erst im 18. Jahrhundert wurde sie pfarrrechtlich anerkannt und die zweite unabhängige Gemeindekirche im heutigen Stadtgebiet nach Gressenich. Und es rückte die Verehrung von St. Lucia in den Vordergrund.

 

Mit der heutigen Situation unvergleichlich sind die Abfall- bzw. Misthaufen im Vordergrund, bereit zum Abtransport durch die Müllentsorgung. Zu einem normalen Haushalt gehörte schließlich noch jegliche Art von Kleinvieh. Die gewöhnliche Alltagsszene überblickt gütig und gleichgültig die Figur des Heiligen Franziskus in der Kirchenmauer. Neben ihm liegt der Durchgang zum Hinterhof eines alten Hofes. Diesen hatte die Kirchengemeinde 1840 erworben und dort die Vikarie eingerichtet. Im Jahr 1927 wurde das außerhalb des Bildes rechts liegende Gebäude an dessen Stelle als neu errichtet und diente bis vor wenigen Jahren der Gemeinde zu verschiedenen Zwecken wie der Einrichtung der Pfarrbücherei, der Unterbringung des Kirchenvorstands, von Kaplanswohnungen sowie auch von Jugendräumen für die katholische Pfadfinderschaft und später der Hausaufgabenhilfe.

 

Zur Zeit der Gründung an der Wende von Mittelalter zu Frühneuzeit hatte die Kirche nicht nur keinen Turm, sondern hätte mehrfach in das heutige Gotteshaus hineingepasst.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

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