Deutlich teurer, aber weiterhin im Budget

554.651 Euro Mehrkosten an Frankental. Die zuwendungsfähigen Kosten werden nicht überschritten. Auch Geld eingespart.

Foto: T. Dörflinger
Foto: T. Dörflinger

Zwar gerät die Umgestaltung des Bastinsweihers deutlich teurer als gedacht, aber dennoch bleibt die Stadt trotz der Mehrkosten innerhalb ihres Budgets. Oder anders ausgedrückt: Die Umgestaltung des Quartiers hätte um rund 555 000 Euro günstiger ausfallen können, da bei der Submission des Auftrages im Januar vergangenen Jahres ein wesentlich günstigeres Ergebnis erzielt wurde als kalkuliert worden war.

 

Der um rund 20 Prozent gestiegene finanzielle Aufwand „ist in erster Linie durch vergrößerte Leistungsumfänge bedingt, die vorab nicht erkennbar waren“, erklärte der Technische Beigeordnete Tobias Röhm jetzt gegenüber dem Bau- und Vergabeausschuss. In der Summe steigen die Kosten um 554 651 Euro auf einen Gesamtbetrag von 3 281 559 Euro.

 

Zieht man von dieser Summe den Anteil nicht förderfähiger Leistungen, wie die Gestaltung von Parkplätzen mit 29 988 Euro ab, verbleibt mit 3 251 571 Euro eine Summe, die noch unter den 3 270 822 Euro rangiert, die laut Bescheid als zuwendungsfähige Herstellkosten für dieses Projekt beziffert sind. Demnach hätte Stolberg noch 19 250 Euro Luft nach oben. Allerdings sind an Frankental nicht nur zusätzliche Kosten entstanden, sondern Stolberg konnte auch Kosten im sechsstelligen Bereich einsparen.

 

Dezidiert erläuterte Röhm die entstandenen Mehrkosten. Die Masse davon – knapp 500 000 Euro – bescherte die historische Situation der Rathausstraße. Entgegen den Ergebnissen der Bodenuntersuchungen wurde in großen Bereichen des Straßenraums kein ausreichend standfester Boden vorgefunden. Deshalb musste für den Straßenoberausbau ein Austausch des Bodens vorgenommen werden: Rund 4000 Kubikmeter belastetes Erdreich mussten entsorgt und durch eine neue Schottertragschicht ersetzt werden. Dabei sorgten die Relikte der früheren Industrie am Bastinsweiher für zusätzlichen Aufwand. Alte Fundamente und Stollen – zum Teil 1,50 Meter breit und 1,20 Meter hoch – mussten abgerissen oder verfüllt werden. „Diese Überreste waren in keinen Unterlagen aufgeführt oder kartiert“, sagt Tobias Röhm.

 

Hinzu kommen diverse vergleichsweise kleinere Beträge. Beispielsweise knapp 25 000 Euro investierte die Stadt in eine verbesserte Erreichbarkeit der Geschäfte. Denn anders als es zunächst angedacht und ausgeschrieben wurde, wurden die Leitungen aller Versorgungsträger gebündelt in der Rathausstraße verlegt. Deshalb wurde eigens eine Baustraße für den Verkehr angelegt, die anschließend wieder abgerissen wurde.

 

Eine Reihe weiterer Beispiele rangiert im vierstelligen Euro-Bereich: Die Erde der Wiese Frankental sollte laut Planung wieder in den neuen Sayette-Garten eingebaut werden. Aber der Dreck war so voller Steinen, Plastik und Glas, dass er zuvor durchgesiebt werden musste. Das machte zwar gut 5700 Euro aus, sei aber preiswerter als eine Entsorgung, Deponierung und Neubeschaffung gewesen sei.

 

Zudem wurde ein zusätzliches Stützsystem in den Sayette-Garten eingebaut, damit sich die Pflasterstreifen bei einem später beabsichtigten Aufbau von Fahrgeschäften nicht verschieben.

 

Die Fundamente für den Steg über den Weiher mussten größer dimensioniert werden als ausgeschrieben, weil zu dem Zeitpunkt das genaue Fabrikat der Brücke noch nicht feststand. Zudem wurde ein Stahlbetonschacht anstelle eines Edelstahlbehälters für die Wassertechnik gebaut, um dem Wasserdruck standhalten zu können. Auf Anraten des Unternehmens wurde eine höhere Betongüte für den Unterbau der Holzterrasse gewählt, weil sie dauerhaft im Wasser liegt.

 

Und zum Schutz der Lebewesen im Teich ist sogar noch eine Froschklappe eingebaut worden.

 

Gefolgt wurde dem Rat, einen Graffitischutz für die weiße Ufermauer anzubringen, und die Straßenbeleuchtung wurde in Fundamentrohre gesetzt, um sie notfalls besser austauschen zu können. Auf über 150 000 Euro Mehrkosten summieren sich 13 solch unterschiedlicher kleinerer Positionen.

 

Die Stadt hat aber auch rund 265 000 Euro gespart, indem sie ein zusätzliches Bodengutachten für 10 740 Euro in Auftrag gab. Das Ergebnis hatte es finanziell in sich: Rund 8500 Kubikmeter Aushub mussten nicht mehr auf eine Deponie der Klasse III gebracht werden, sondern eine Deponie der Klasse II war für die Entsorgung ausreichend.

 

Der Unterschied macht 32,50 Euro pro Tonne aus – in der Summe als 276 250 Euro abzüglich der Kosten für das neuerliche Gutachten.

 

Eine weitere Position nahm der Bauausschuss zur Kenntnis, die aus einer anderen Haushaltsposition (Sanierung Fahrbahndecken) finanziert wird: Die halbe Seite der eher desolaten Straße „Am Bastinsweiher“ wurde zum Gewässer hin in einem mit erneuert, um einen ordentlichen Übergang zu erreichen und den Bereich später nicht mehr anpacken zu müssen. Das schlug mit rund 70 000 Euro zu Buche.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

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