Kita-Zeiten sollen flexibler werden

NRW-Familienministerin Christina Kampmann besucht das „Traumland“.

Foto: S.-L. Gombert
Foto: S.-L. Gombert

„Sie haben hier ja wirklich an alles gedacht!“ Besser hätte das Urteil von Landesfamilienministerin Christina Kampmann für die Kindertagesstätte „Traumland“ der Arbeiterwohlfahrt (Awo) auf dem Donnerberg nicht ausfallen können. Auf Einladung der Awo war die Sozialdemokratin nach Stolberg gekommen, um sich von Kita-Leiterin Vanessa Neumann die erst 2014 eröffnete Einrichtung anzuschauen und mit ihr und weiteren Awo-Vertretern über die Pläne der Landesregierung in Sachen Kindertagespflege zu sprechen. Auch der SPD-Landtagsabgeordnete Stefan Kämmerling und Arndt Kohn, Vorsitzender im Kinder- und Jugendausschuss Stolbergs und seit Kurzem Mitglied des Europaparlaments, waren der Einladung auf den Donnerberg gefolgt.

 

„Nach der Wahl werden wir das Kinderbildungsgesetz (Kibiz) beerdigen“, versprach Kampmann, die seit Oktober 2015 Ministerin ist, in Stolberg. Es habe sich in den vergangenen Jahren gezeigt, dass dieses Gesetz, dass die Finanzierung und Struktur der Kita-Landschaft in NRW regeln soll, viele Probleme mit sich bringt.

 

So seien die angebotenen Öffnungszeiten der Kindertagesstätten durch die Bank nicht flexibel genug. Immer mehr Eltern bräuchten frühe Öffnungs- oder späte Schließzeiten, um den Kita-Alltag und den Beruf unter einen Hut zu bringen. Auch die Finanzierung sei „nicht auskömmlich“, so die Ministerin.

 

Ihr Ziel sei es, mindestens 30 Wochenstunden in der Kita beitragsfrei anbieten zu können. „Kritiker sagen zwar, dass man damit auch Familien entlastet, die sich die Kita-Gebühren leisten können. Doch es gibt eben, auch in Stolberg, viele Familien, die das nicht können. Und wir wollen außerdem auch ganz bewusst die Familien im Mittelstand entlasten.“ Sie habe in den letzten Monaten viele Gespräche geführt und „niemanden gefunden, der das Kibiz behalten möchte.“

 

Aus Sicht von Vanessa Neumann spielt vor allem das Thema Fachkräftemangel eine große Rolle. „Es wird immer schwieriger, gutes pädagogisches Fachpersonal für die Kindertagesstätten zu finden“, sagte die Traumland-Leiterin. Und ohne gut ausgebildete Erzieherinnen sei all das, was eine Kita sonst noch so zu bieten habe, kaum etwas wert. „Wie gut eine Kita ist, das steht und fällt mit dem Personal“, ist Neumann sich sicher. Auch würde sie sich mehr Männer im Kollegenkreis wünschen. Die Kinder im „Traumland“ beispielsweise würden enorm davon profitieren, dass Männer mit ihnen im Experimentierraum arbeiten oder an der Werkbank.

 

Trotz Nachwuchsmangels im Erzieherinnenbereich: Den aktuell 64 Kindern im „Traumland“ geht es gut, die 15 pädagogischen Fachkräfte und der Rest des Teams leisten gute Arbeit – das wurde bei dem Rundgang deutlich. „Man sieht, wie viel Herzblut Sie in die Arbeit stecken, auch in die Beteiligung der Kinder am Alltag in der Einrichtung“, sagte Stefan Kämmerling nach dem Rundgang zu Vanessa Neumann. So können die Kinder jeden Tag selbst entscheiden, welche gesunden Lebensmittel zum Frühstück mitgebracht werden. Und ein echtes „Kinderparlament“ gibt es auch – politische und demokratische Bildung beginnt schon früh auf dem Donnerberg.

 

Doch die Awo kümmert sich nicht nur um die ganz kleinen Kinder: Ein weiteres Anliegen brachten der Vorsitzende Hans-Peter Göbbels und die Geschäftsführerin Silke Arens an. „Die Offene Ganztagsbetreuung in den Grundschulen ist ein Flickenteppich. In jeder Kommune wird das Thema Finanzierung unterschiedlich behandelt, und die Schließzeiten bringen viele Eltern in Schwierigkeiten“, sagte Arens. Die Awo ist in einigen Grundschulen Trägerin des Offenen Ganztags und daher vom Thema tangiert. Auch hier sagte Christina Kampmann zu, sich der Sache anzunehmen – nach der Landtagswahl im Mai.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

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