Über dem Sozialkaufhaus sollen Wohnungen entstehen

Die Wabe plant auf ihrem Gebäude an der Stolberger Ellermühlenstraße acht bis zehn Appartments für Einzelpersonen.

Foto: Gombert
Foto: Gombert

Rund um das Sozialkaufhaus Wabe in Stolberg tut sich derzeit einiges: Erst vor wenigen Wochen ist die zweite Filiale direkt am Bastinsweiher eingeweiht worden. Kurz zuvor wurde bekannt, dass das diakonische Netzwerk die Immobilie an der Ellermühlenstraße gekauft hat. Doch mit dem Kauf ist es nicht getan, wie Wabe-Vorsitzender Alois Poquett im Gespräch mit unserer Zeitung erklärte: Oberhalb des Ladenlokals sollen Wohnungen entstehen. „Wir haben vor, die Immobilie aufzustocken“, sagt Alois Poquett. Noch befinde sich alles in der Planungsphase, aber mit Architekten habe man über die Sache durchaus schon gesprochen.

 

Nachdem die Wabe das Gebäude in einem ersten Schritt erworben habe, sollen nun als zweites im vorderen Bereich Richtung Ellermühlenstraße acht bis zehn Wohnungen entstehen. „Über die genaue Größe muss man noch sprechen“, erklärt Poquett, „aber die Wohnungen sind als Sozialwohnungen für jeweils eine Person gedacht.“ Das heißt, dass diese Wohnungen Menschen mit geringem Einkommen vorbehalten sein werden. Ein Treppenhaus in den zukünftigen ersten Stock des Kaufhauses gebe es schon. Auch aus den Überbleibseln des ehemaligen Residenz-Theaters, einem alten Kino, ließe sich noch etwas machen. „Vor 2018 werden wir aber mit den Arbeiten wohl nicht beginnen“, schätzt Poquett.

 

Möglich sind die verstärkten Aktivitäten der Wabe unter anderem durch eine große Spende der „Aktion Mensch“: Der gemeinnützige Verein hat den Kauf der Immobilie durch die Wabe mit einer Summe von insgesamt 110 000 Euro unterstützt. Durch ihr Engagement sichere die Wabe 70 aktuelle Beschäftigungsplätze und möchte künftig noch 25 weitere schaffen“, heißt es in einer Pressemitteilung der Aktion Mensch, und weiter: „Menschen, die seit langer Zeit arbeitslos sind, wohnungslos sind oder Wohnungsprobleme haben, können sich dort im Verkauf, im Lager in der Recycling-Werkstatt oder an der Kasse für den Betrieb einsetzen.“ Der Kauf sichere nun den Standort und den Betrieb an Frankental dauerhaft. Überraschend kam die Spende der Aktion Mensch zwar nicht für Alois Poquett, doch sie freut ihn dennoch. „Wir haben uns schon vor einiger Zeit dort um Mittel beworben, das ist aber ein ziemlich langer Prozess. Und dieses Geld ist für uns von großer Bedeutung, damit wir uns hier in Stolberg auf ein langfristiges Konzept einlassen können“, betont Poquett.

 

In dem Zusammenhang erklärt er auch, wie wichtig die Erweiterung in Richtung Rathausstraße gewesen sei. Nun können die Menschen in der Wabe nicht nur einkaufen und essen, sondern direkt in der Stolberger Innenstadt eine adäquate Beratung bekommen.

 

Die Wabe-Geschäftsstelle in Aachen gibt es bereits seit 31 Jahren. Der Verein hat es sich zur Aufgabe gemacht, Menschen mit besonderen sozialen Schwierigkeiten zu unterstützen. Dazu gehören auch Haftentlassene und Menschen mit Behinderung. Sie finden in den Beratungsstellen, in den unterschiedlichen Wohneinrichtungen, nicht nur in Stolberg, und in den Arbeitsprojekten Unterstützung, die auf dem Weg zurück in ein geregeltes Leben helfen soll.

 

Gegründet wurde die Wabe 1985 von Aachenern mit dem Grundgedanken, dass den vielfältigen Problemen benachteiligter Menschen nur dann Rechnung getragen werden kann, wenn ein Konzept entwickelt wird, das von einem ganzheitlichen Menschenbild ausgeht. Diese Konzeption sieht vor, dass Wohnen, Arbeiten und Beraten zusammengehören, um eine umfassende Hilfe leisten zu können – so wie bald in Stolberg.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

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