Bewegung in Personalplanung der städtischen Kitas

Vier neue und vier „entfristete“ Erzieher-Stellen – Weniger Therapeuten-Stellen für Kinder mit besonderem Förderbedarf.

Einstimmig hat der Kinder- und Jugendausschuss beschlossen, dass die städtischen Kindertageseinrichtungen in 2018 mehr Personal erhalten sollen. Vier bislang befristete Fachkraftstellen sollen dazu „entfristet“ werden. Zusätzlich werden vier Berufspraktikanten übernommen, so dass im kommenden Jahr der Stellenplan für die städtischen Kitas um acht unbefristete Stellen erweitert werden soll. Bereits umgesetzte Personalmaßnahmen hätten sich zwar positiv bewährt, seien aber noch nicht ausreichend.

 

In 2016 sei es erneut zu Engpässen gekommen, die auch mit „einem hoch flexiblen Personaleinsatz“ und Vertretungsmaßnahmen innerhalb der Kindertagesstätten nicht adäquat abgedeckt werden konnten. Die neuen Stellen sollen jetzt Abhilfe schaffen. Der Kinder- und Jugendausschuss wird die Verwaltung damit beauftragen, das Personalkonzept für die städtischen Kitas kontinuierlich zu überprüfen und jährlich eine aktualisierte Personalplanung vorzulegen.

 

Im therapeutischen Bereich hingegen sollen 1,5 Stellen gekürzt werden. Dies betrifft die inklusiven Familienzentren Auf der Liester und Franziskusstraße sowie ab dem 1. August die Kita Parkstraße. Aus bisher vorgesehenen acht vollen Stellen – vier Physiotherapie und vier Logopädie – sollen ab dem Haushaltsjahr 2017 nur noch 6,5 Stellen werden – 3,5 Physiotherapie und 3 Logopädie. Die Verwaltung schlug dies vor, weil „auf Grundlage der Erfahrungswerte auch mit insgesamt 6,5 Vollzeitstellen qualitativ hochwertige therapeutische Leistungen für Kinder mit einem besonderen Förderbedarf in Kitas vorgehalten werden können“.

 

Der Kinder- und Jugendausschuss folgte einstimmig dem Beschlussvorschlag, der den städtischen Haushalt entlastet. Wurden die notwendigen Therapieleistungen für Kinder noch bis zum 31. Juli 2016 zu 100 Prozent vom LVR gefördert, ist dies wegen veränderter rechtlicher Rahmenbedingungen seit dem Kita-Jahr 2016/2017 nicht mehr gewährleistet. Der Landschaftsverband Rheinland stellt jetzt nur noch eine Kindpauschale in von 5000 Euro zur Verfügung. Die Kupferstadt rechnet die Therapieleistungen mit den Krankenkassen direkt ab.

 

Die Einnahmen aus Elternbeiträgen, LVR-Pauschalen und Abrechnungen mit den Krankenkassen decken die Kosten für die Therapeuten allerdings nicht. Bei acht Vollzeitstellen beziffert die Verwaltung die Kosten auf 420.000 Euro pro Kita-Jahr, von denen die Kupferstadt 132.000 tragen müsste. Bei 6,5 Stellen kalkuliert die Stadtverwaltung die Kosten auf 341.000 Euro, so dass der Haushalt nur noch mit 53.000 Euro jährlich belastet werde. Unterm Strich spare die Stadt durch die Reduzierung der Therapeuten-Stellen also 79.000 Euro im Jahr.

 

Quelle: Super Mittwoch

Kandidat für den Städteregionsrat
Dr. Tim Grüttemeier

 

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