Lüften ist des Shisha-Rauchers Sicherheit

Ordnungsamt kontrolliert Kohlenmonoxid-Konzentration in Stolberger Wasserpfeifen-Bars. Einhaltung der Vorschriften im Blick.

Auf die Einhaltung der einschlägigen Bestimmungen in der Gastronomieszene legt die Stadt Stolberg mittlerweile besonderen Wert. Mitarbeiter des Ordnungsamtes kontrollierten in der Nacht zum Samstag ein gutes halbes Dutzend Lokale. Schwerpunkt diesmal war der nicht ungefährliche Gehalt an Kohlenmonoxid (CO) in der Luft in Shisha-Bars in der Innenstadt.

 

In Shishas wird eine spezielle Wasserpfeifenkohle verwendet, um den Tabak zu erhitzen. Vor allem bei der Vorbereitung der Rauchgeräte entstünden Verbrennungsprodukte wie Kohlenmonoxid: ein farb-, geruch- und geschmackloses Gas, welches durch die menschlichen Sinnesorgane nicht wahrgenommen werden kann.

 

Zuletzt Mitte Januar waren Shisha-Bars und Spielcasinos in der Innenstadt das Ziel einer großangelegten gemeinsamen Kontrollaktion der Ordnungsbehörden. Rund 50 Beamte der Polizei, des Zolls, des Ordnungsamtes und der Polizei kontrollierten die Einhaltung der ordnungsbehördlichen und steuerrechtlichen Vorschriften sowie des Brandschutzes. Verstöße wurden angezeigt, unversteuerter Tabak beschlagnahmt.

 

Diesmal richtete sich das Augenmerk des Ordnungsamtes auf Messungen des Kohlenmonoxid-Gehaltes. Den sechs Mitarbeitern des Ordnungsamtes leisteten drei Feuerwehrleute technische Unterstützung. Zudem begleiteten im Rahmen der Ordnungspartnerschaft zwei Polizeibeamte den Einsatztrupp. „Die Messergebnisse lagen alle im akzeptablen Bereich“, bilanzierte auf Anfrage unserer Zeitung Sven Poschen, Abteilungsleiter beim Ordnungsamt, das in dieser Nacht sechs Shisha-Bars kontrolliert hat. Bei drei Lokalen lag der gemessene Wert „deutlich unter 60 ppm“. Dieser Wert gilt als mittlere Warnstufe für einen Kohlenstoffmonoxid-Gehalt in erhöhter Konzentration, der man – aber nur kurzzeitig – ohne gesundheitliche Gefährdungen ausgesetzt sein kann. So sagen es zumindest die einschlägigen Richtlinien.

 

Allerdings ergaben in zwei Lokalen die Messungen einen Wert von rund 60 ppm. „Durch das Lüften der Lokale konnte der Wert kurzfristig deutlich gesenkt werden“, berichtet Poschen. In einer weiteren Shisha-Bar lag der Kohlenmonoxid-Gehalt im Gastraum zwar nur in geringer Konzentration vor, aber im anliegenden Zubereitungsraum für die Wasserpfeifen war der Wert zu hoch. Auch in diesem Fall wurde der Betreiber zum Lüften aufgefordert.

 

„Alle Betreiber wurden zudem über die Gefahren des geruchlosen Giftes aufgeklärt und zu regelmäßigem Lüften aufgefordert“, erklärt das Ordnungsamt. Zudem wurde der Einsatz von CO-Warngeräten und Lüftungsanlagen empfohlen. Zwei Betreiber erhielten zudem zusätzlich eine Vorladung ins Ordnungsamt zwecks intensiverer Gespräche.

 

„Als Stadt haben wir keine Handhabe, Shisha-Bars zu verbieten“, erklärt Tim Grüttemeier. Städtebauliche Regelungen, die die Kommune selbst in der Hand habe, würden nicht greifen. „Wir dürfen nur kontrollieren, ob die einschlägigen Vorschriften von Bauordnung, Brandschutz, Jugendschutz und Gastgewerbe eingehalten werden; und das machen wir auch konsequent“, sagt der Bürgermeister und verweist auf Landes- und Bundesgesetze.

 

So sei die Eröffnung einer Shisha-Bar ohne Alkoholausschank lediglich anzeigepflichtig. Eine Genehmigung müsse dann an der Einhaltung der Vorschriften der Bauordnung sowie der Voraussetzungen für eine Gewerbeanmeldung geprüft werden.

 

Feuerwehr bestohlen in der Nacht zum Samstag

 

  • WährendMitglieder der Stolberger Feuerwehr eine sieben Kilometer lange Ölspur, die sich vom Donnerberg über die Mühle bis zum Aachener Stadtgebiet hinzog, am Freitagabend bekämpfte, wurde das dazugehörige Sicherungsmaterial im Bereich Eschweiler-/Europastraße von noch unbekannten Tätern entwendet: drei Blitzleuchten sowie ein faltbares Warnschild im Wert von rund 800 Euro. Hinweise erbittet die Feuerwehr unter ☏ 127510.
  • Bei einem Verkehrsunfall am Samstag stießen auf der Zweifaller Straße (L 238) in Höhe der Einmündung Bernhardshammer zwei entgegenkommende Autos zusammen. Dabei wurde nach Feuerwehrangaben eine Fahrerin leicht verletzt. Nicht mehr benötigt wurde die Hilfe der Wehr, als sie gestern gegen 2 Uhr zu einem Unfall am Schevenhütter Backofen alarmiert wurde; sie Einsatzkräfte konnten ihre Anfahrt abbrechen.
  • Vergleichbares galt auch für die Löschzüge, die Freitag gegen 20.20 Uhr zu einem Wohnungsbrand mit Menschenleben in Gefahr ausrückten. Das Feuer entpuppte sich noch vor dem Eintreffen als angebranntes Essen auf dem Herd.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Kandidat für den Städteregionsrat
Dr. Tim Grüttemeier

 

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