Eine Alternative zum klassischen Karneval

Im städtischen Jugendzentrum „Westside“ feiern Jugendliche morgen ihre eigene Party – Motto: „Black & White“

Foto: Benjamin Zilkens
Foto: Benjamin Zilkens

„Wir haben festgestellt, dass viele Jugendliche mit dem klassischen Karneval nicht mehr viel anfangen können“, berichtet Yasmin Saddik von der Mobilen Jugendarbeit der Stadt Stolberg. Kostüme wie Clown oder Hexe seien ebenfalls nicht mehr so angesagt. Aus diesem Grund gibt es auch in diesem Jahr wieder eine alternative Karnevalsparty im kommunalen Jugendzentrum „Westside“: dort werden morgen zwischen 11.11 Uhr und 13.13 Uhr zwar auch ein paar Karnevalshits laufen, aber nur zu einem geringen Teil. Hip Hop, Rap und R´n´B schallen ebenfalls aus den Lautsprechern. Der Dress-Code lautet „Black & White“. Und was fast noch wichtiger ist: Es wird weder geraucht noch Alkohol getrunken.

 

Seit mehr als zehn Jahren gibt es die Angebote zur Jugendschutzaktion „Jugend feiert in den Karneval – Spaß und Action ohne Alkohol“ schon in der Kupferstadt. „Ziel war es, den Rathausvorplatz ein wenig zu entlasten, weil die Situation dort an Altweiber immer kritischer wurde“, berichtet der Leiter des Stolberger Jugendamts Willi Seyffahrt. Nicht nur wegen des Alkoholkonsums, sondern weil die Jecken auf nicht ganz so jecke Jugendliche getroffen seien, was das Gewaltpotenzial habe ansteigen lassen, ergänzt der Seyffarths Stellvertreter Josef Offergeld.

 

Die Party habe ein wenig Abhilfe geschaffen, meint Herman Moonen, der ebenfalls für die Mobile Jugendarbeit im Einsatz ist. „200 bis 300 Jugendliche erwarten wir, so dass es schon recht voll werden wird.“ Um auf die Gefahren des übermäßigen Alkoholkonsums aufmerksam zu machen, werden Spiele wie Montagsmaler angeboten. Auch die beliebten Rauschbrillen, die einen volltrunkenen Zustand simulieren, stehen zum Ausprobieren bereit. Denn Hochprozentiges ist im Karneval weiterhin ein gravierender Faktor. Davon weiß Walter Reinartz vom Stolberger Ordnungsamt ausführlich zu berichten. „Das größte Problem besteht darin, wenn volljährige Jugendliche in den Laden geschickt werden, um etwas für die Jüngeren zu kaufen. Das zu kontrollieren ist ganz schwierig, weil auch das Personal bei vielen Menschen schon mal die Übersicht verliert.“ Darüber hinaus würden die Jugendschutzbestimmungen auch schlichtweg missachtet, wenn Ladenbesitzer „aus Profitgier“ trotzdem harten Alkohol an Minderjährige verkauften.

 

Um für das Thema zu sensibilisieren, hat die Mobile Jugendarbeit den Ladenbesitzern vor Karneval einen Besuch abgestattet und dabei Plakate und Informationsmaterial hinterlassen. „Dadurch hat der Einzelhandel auch die Gelegenheit, sich als verantwortungsbewusster Laden zu präsentieren“, sagt Moonen. Zudem appelliert das Jugendamt sowohl an die Eltern als auch an die Erwachsenen, die im Fastelovend unterwegs sind: „Jeder sollte sich überlegen, ob er nicht eingreift oder zumindest etwas sagt, wenn ein Zwölfjähriger eine Flasche mit Hochprozentigem an den Mund setzt“, so Offergeld.

 

Quelle: Super Mittwoch

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