Die Geduld wird strapaziert in der Atsch

Warten auf Klarheit über Umfang der Arbeiten. Weitere sechs Wochen wird in Höhe Kirche in der Sebastianusstraße eine Baustelle bleiben.

Fotos: J. Lange
Fotos: J. Lange

Es gibt Baustellen, die sind so gut vorbereitet, dass sie quasi ablaufen wie am Schnürchen. Und es gibt die Baustelle Sebastianusstraße. Die scheint ein Eigenleben zu entwickeln wie „The Game“ – das Spiel in David Finchers Thriller „Das Geschenk seines Lebens“ mit Michael Douglas in der Hauptrolle –neben dem Spiel natürlich.

 

Was sich so alles hinter dessen Kulissen versteckt, bekommt der Cineast erst ähnlich spät mit wie die Atscher den Ablauf der Baustelle auf einer der beiden Hauptverkehrsachsen durch den nördlichen Stadtteil nur noch mit Verwunderung zur Kenntnis nehmen können.

 

Eigentlich hätte das gesamte Paket zur Verkehrssicherung mit insgesamt fünf punktuellen Maßnahmen zwischen Goethestraße und Rehgrund Ende vergangenen Monats – etwa um den 20. Januar als Namenstag des Heiligen Sebastianus – beendet sein können, „wenn das Wetter mitspielt und alles nach Plan läuft“: So hatte sich die Stadtverwaltung beim zuvor bereits mehrfach aufgeschobenem Baubeginn Ende Oktober vergangenen Jahres verhalten optimistisch gezeigt.

 

Heute sind das Rathaus und das ausführende Bauunternehmen schon zufrieden, wenn erst einmal der Abschnitt der Landesstraße 236 in Höhe der Kirche bis Mitte April fertiggestellt werden kann. Angesichts der Historie dieses Projektes wäre das geradezu wie morgen. Denn bis in die 1990er Jahre zurück reichen die Versuche, den Verkehr auf dieser Landesstraße in der Atscher Ortslage sicherer und so langsam zu machen, dass die Geschwindigkeitsbegrenzungen auch eingehalten werden.

 

Anlass dazu waren vor allem die Überlegungen zum Bau einer Ortsumgehung für Eilendorf, die mit einem zusätzlichen Autobahnanschluss in Höhe der Debyestraße auch interessant für den Schwerlastverkehr von und in Richtung Stolberg sein kann. Der würde dann über die beiden Landesstraßen 236 und 220 über Atsch und Münsterbusch fließen.

 

Während die Behörden mit einem Planfeststellungsbeschluss zur Ortsumgehung in 2019 rechnen, haben die Planungen zur Sebastianusstraße bereits zahlreiche Klippen umschifft oder sind auch daran gescheitert – so wie die vorletzte Planung, im Rahmen des Radwegeausbaus die Fahrbahn mit diversen Schikanen zu versehen.

 

Von all dem übrig geblieben sind Haltestellen-Umbauten an der Kirche sowie im Rehgrund nebst dem Einbau von Querungshilfen auch in Höhe der Goethestraße sowie eine Fahrbahnverengung in Höhe der Nordstraße.

 

Doch als alles losgehen sollte, haperte es sowohl am Zustand der Umleitung über die Hammstraße, wie auch der Landesbetrieb Straßenbau eine Fahrbahnerneuerung in den betroffenen Bereichen aufsattelte. Und zuletzt drückten neuerliche Überlegungen der Stadt zum Umfang der Sanierung der Nebenanlage auf die Ausbaubremse.

 

Aufgrund aktueller Anregungen von Anliegern wurde im Rathaus über eine umfassendere Gehweggestaltung nachgedacht, sie aber letztlich aus Kostengründen aufgeschoben. Zudem war der Umfang der Arbeiten für die Versorgungsträger umfassender als ursprünglich erwartet.

 

Mittlerweile ergibt sich in Höhe von St. Sebastianus, wo auf dem Kirchplatz zudem der Kindergarten erweitert wird, ein klareres Bild ab. Inklusive der Neugestaltung der Haltestelle werden vor der VR-Bank bis einschließlich der Einfahrt der früheren Kohlenhandlung Gehweg und Seitenstreifen komplett erneuert; aber bis zur Einmündung der Karlstraße nur der Parkstreifen.

 

Auf der gegenüberliegenden Seite ist die Haltestelle bereits in Arbeit. Dort bleiben die Parkplätze aber Stückwerk mit Ausnahme der Ecke zur Pastor-Keller-Straße. Zudem wird dort die Fahrbahn komplett erneuert.

 

Wenn im April dieser Abschnitt fertiggestellt sein sollte, folgen die weiteren Ausbaustufen zur Verkehrssicherung. Derzeit wird über einen Abschluss der Arbeiten für Juni spekuliert.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

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