Schlackenhalde wird neues Wohngebiet

Kleefeldstraße in 45 Jahren stark verändert.

Die Kleefeldstraße in Stolberg hat ihr Gesicht in den vergangenen 45 Jahren gravierend verändert. Vergleicht man Fotos aus dem Jahr 1972 mit der heutigen Ansicht, so ist die Straße kaum noch wiederzuerkennen.

 

Dominiert wird die Szene 1972 noch von der Fettberghalde. Die Deponie einer in der Mitte des 19. Jahrhunderts entstandenen Bleihütte reicht bis zum Straßenrand. Die Bleihütte lag am Schellerweg und hatte bis 1916 das unterhalb liegende Hanggelände für die Ablagerung ihrer Schlacke genutzt. Vor 45 Jahren begann man mit dem Abbau. Eine niederländische Firma hatte für das Material Verwendung gefunden. Es sollte im Deich- und Straßenbau zum Einsatz kommen.

 

Nach dem Freiräumen des Geländes - der Abbau dauerte von 1972 bis 1978 - wurde die ehemalige Halde mit Mutterboden abgedeckt und begrünt. Am Haldenfuß entstand eine neue Straße, die man parallel zur Kleefeldstraße anlegte. Diese neue Trasse wurde 1997 ein Teilstück der Europastraße. Auf der rechten Seite der Straße gab es in der Vergangenheit eine Häuserzeile.

 

Zu den Gebäuden zählten auch die Anlagen der Brennstoffhandlung Gebrüder Haas. Mit entsprechender großflächiger Reklamebotschaft auf der Häuserwand, die für den Einsatz von Kohlen, Koks und Briketts warb.

 

Unterhalb war das kreisrunde Reklameschild der Ketschenburg-Brauerei zu sehen. Zum damaligen Zeitpunkt lag dort eine Gaststätte. Standort der Anfang des 20. Jahrhunderts entstandenen Gaststätte war die Ecke Kleefeldstraße/Pümpchen. Stolbergs spanische Arbeitsmigranten, damals als Gastarbeiter bezeichnet, hatten dort einen ihrer Treffpunkte. Sie hatten sich auf der gegenüber liegenden Seite, am Fuß der Fettberghalde, eine kleine Open-Air-Kegelbahn angelegt.

 

Die aus Wohnbauten bestehende Häuserzeile an der Kleefeldstraße ist vermutlich Ende des 19. Jahrhunderts entstanden. Sie hatte im Spätherbst 1944 im Frontgebiet gelegen und infolge der Kämpfe zwischen US-amerikanischen und deutschen Truppen schwere Schäden erlitten. Demzufolge mussten zahlreiche Bauten nach 1945 ausgebessert oder wieder aufgebaut werden.

 

Im hinteren Bereich der Häuserzeile war das Südtor des Schleicher-Parks zu sehen. Der Schleicher-Park, ein im Hang des Schlossbergs liegender englischer Landschaftsgarten, ist im Zeitraum zwischen 1890 und 1910 entstanden. Gründer und Initiator des weitläufigen, von einer großen Mauer umgebenen Parks war der Industrielle Emil Schleicher. Er hatte das Hanggelände, dessen Vegetation zuvor unter den Abgasen der oberhalb liegenden Industriebetriebe schwer gelitten hatte, nicht nur neu begrünt, sondern auch mit einer Grotte, einer Kapelle, mehreren Wasserfällen und einem See ausgestattet.

 

Inzwischen wird die kleine, in der Nachbarschaft des Tores liegende Freifläche, für die Platzierung des 1989 entstandenen Kunstwerkes „Tanzende Quadrate“ genutzt. Heute wird die Szene an der Kleefeldstraße nicht mehr von der Fettberghalde geprägt, sondern von viel Grün und neuen Straßen- und Parkflächen.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

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