Artibus: Faszinierende Fotografien

Kunstausstellung zeigt Werke von Friedhelm Grosse, Jens Schultze und Robert Schäfer.

Friedhelm Grosse (v. l.), Robert Schäfer und Jens Schultze zeigen bei der Ausstellung fotografische Kunstwerke, die mit dem Betrachter kommunizieren. Foto: DM
Friedhelm Grosse (v. l.), Robert Schäfer und Jens Schultze zeigen bei der Ausstellung fotografische Kunstwerke, die mit dem Betrachter kommunizieren. Foto: DM

Die erste 2017er Artibus-Kunstausstellung ist unter großem Interesse in der Stolberger Burg-Galerie eröffnet worden und zeigt fotografische Werke von Friedhelm Grosse, Jens Schultze und Robert Schäfer. Die Schau ist faszinierend, ausdrucksstark und vielfältig; Natur, Mensch, Industrie und Architektur werden kunstvoll thematisiert. So zeigt der Stolberger Fotograf Robert Schäfer unter anderem atemberaubende Landschaftspanoramen, die in Neuseeland entstanden sind, und urbane Motive aus dem japanischen Tokio.

 

Schäfer greift ebenfalls architektonische Themen auf und präsentiert bei der Artibus-Ausstellung auch Stolberger Motive, darunter sowohl unbearbeitete Fotografien als auch Bilder, die er digital verfremdet hat. Während der Mensch in Schäfers Werken eine eher untergeordnete Rolle spielt, stellt Jens Schultze ihn oft in den Mittelpunkt seines Schaffens. Der Wuppertaler Fotograf visualisiert die Menschen mit psychologischer Tiefe. In Schultzes Bildern wirkt der Charakter des Menschen wie eine dritte Dimension – Empfindungen, Erfahrungen und Empathie sprechen aus den Werken.

 

Modell standen ihm auch zwei in der Kupferstadt wohlbekannte Menschen: der Artibus-Kurator Rafael Ramírez Máro und sein Vater Antonio Máro. Friedhelm Grosse zeigt in der Burg-Galerie Spuren, die der Mensch hinterlassen hat und die zugleich Zeugnisse der Kohle- und Stahlindustrie des Ruhrgebiets sind. Grosse wählt industrielle Motive wie stillgelegte Fabriken oder monumentale Kulturlandschaften, die längst untergegangen sind. Dabei schöpft Grosse aus der Vergänglichkeit enorme Ästhetik.

 

Den Werken aller drei Künstler gemein ist, dass sie regelrecht komponiert erscheinen. Die Fotografen verfügen über eine besondere Wahrnehmung, mit der sie ihre Motive einfangen, und lassen die Besucher der Artibus-Ausstellung daran teilhaben. Im wahrsten Sinne des Wortes sehenswert sind die Fotografien, die sich jedoch nicht damit begnügen, angeschaut zu werden. Die Kunstwerke kommunizieren mit den Betrachtern, vermitteln Geschichten und Emotionen, und das Spiel mit Licht, Schatten und Perspektiven übt große Faszination aus.

 

Quelle: Super Mittwoch

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