Plastiktüten gegen Hundekot in Stolberg

An 15 Standorten in der Stadt sind Tütenspender für Hundebesitzer aufgestellt. Bislang bleiben große Effekte noch aus.

Jeder kennt es, keiner mag es. Einmal in Gedanken versunken oder nicht auf den Gehweg geschaut und schwups ist es passiert. Der Tritt in den Hundehaufen ist nicht nur unangenehm, sondern auch sehr ärgerlich.

 

In anderen Kommunen existieren sie schon länger: Sogenannte Tütenspender, aus denen sich Hundebesitzer bedienen können, um die Notdurft ihrer Hunde hygienisch entsorgen zu können. Die Stadt Stolberg zieht jetzt nach. Etwa 15 weiße Kästen stehen verteilt auf dem Donnerberg, in Gehlens Kull, in Breinig sowie in der Innenstadt. Auf ihnen zu sehen ist ein Hund mit dem Spruch: „Umwelt sauber und fein – Hundekot hier rein!“. Darüber befinden sich die passenden Spendebehälter für die Plastiktüten: „Es gab anhaltend Nachfragen aus der Bürgerschaft, weswegen die Verwaltung im Rahmen einer Pilotphase zunächst an ausgewählten Stellen begonnen hat, Tütenspender aufzustellen“, teilt der städtische Pressesprecher Robert Walz mit.

 

Seit Jahresende befinden sich diese in Stolbergs Altstadtpark Gehlens Kull. Gerade hier sei es ein vielfach ausgesprochener Wunsch der Hundebesitzer gewesen, die Parkanlage von dem Hundekot freihalten zu können, beschreibt Walter Meuthen. Seit Jahren kümmert sich der Rentner um die Grünfläche, die etwas versteckt im Herzen der Innenstadt liegt. Und beobachtet an Ort und Stelle einen positiven Trend: „Die Leute in Gehlens Kull haben begriffen, dass Sauberkeit eine Sache der Gemeinschaft ist, wovon letztlich alle profitieren.“

 

Zwei Tütenspender stehen jetzt Wegeingangs und auf dem oberen Teil des Rundweges. Dass zumindest diese Spender wirklich genutzt werden, zeigt unter anderem Spaziergänger und Hundehalter Kurt Kremer. So zieht er auf Anhieb gleich zwei Tüten aus seiner Manteltasche: „Ich ärgere mich unterwegs regelmäßig darüber, wenn die Hinterlassenschaften nicht weggemacht werden, deswegen habe ich für meinen Hund immer welche mit dabei“, sagt Kremer. Überdies bemängelt er im Vergleich zu Gehlens Kull die Situation auf den Straßen der Innenstadt. Hier seien die Tütenspender immer noch rar.

 

Das technische Betriebsamt der Stadt unterstreicht zudem, dass, trotz Einführung der Tütenspender, kaum ein Rückgang des Hundekots auf den Wegen und Rasenflächen zu bemerken ist. Walter Meuthen empfindet dies als eine Unart: „Einigen ist gar nicht bewusst, dass der Hundekot sehr schnell Pilz ansetzt, also starke Bakterienträger, die andere Artgenossen gesundheitlich in Bedrängnis bringen können“, so Meuthen.

 

Werden Hundebesitzer von einem Mitarbeiter des Ordnungsamtes dabei erwischt, wie sie den Kot auf der Straße liegen lassen, dann wird dies mit einem Bußgeld von 35 Euro bestraft. Im Wiederholungsfall sind sogar 70 Euro fällig.

 

Nach Ansicht von Meuthen sollte es dazu erst gar nicht kommen. Über den Altstadtpark sagt er: „Der Wert des Areals ist hoch anzusetzen, weil er von vielen Menschen auf vielfältige Weise genutzt wird. Deshalb sollten wir diese Fläche wie einen Schatz behandeln.“ Und äußert damit einen Gedanken, der sich problemlos auch auf die gesamte Stadt übertragen ließe.

 

Stadt offen für weitere Tütenspender

 

  • „Die Hundesteuer ist eine öffentlich-rechtliche Abgabe und als Gemeindesteuer steht ihr nicht unmittelbar eine bestimmte Leistung gegenüber“, sagt der Sprecher der Stadt Stolberg, Robert Walz. Das heißt, dass sie nicht zweckgebunden, zum Beispiel für das Reinigen der Straßen von Hundekot, verwendet wird. Für 2017 rechnet die Stadt mit Einnahmen von rund 500 000 Euro durch die Hundesteuer.
  • Walz führt aus, dass ein Tütenspender die Stadt, inklusive Einbau, rund 400 Euro koste. Die Kosten für die Beutel seien relativ gering. Berücksichtigt werden müsse allerdings der Personalaufwand beim Austauschen der Tüten oder bei möglichen Reparaturarbeiten.
  • Hinweise, wo weitere Spender aufgestellt werden könnten, nehme die Stadt gerne auf.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

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