„Egon“ meint es gut mit Stolberg

Orkantief sorgt für feuchten Schnee und fällt zwei Bäume. Betriebsamt hat die Lage überwiegend im Griff. Aber die Aseag hat Probleme, den Donnerberg anzufahren . Unfall blockiert die Eschweilerstraße.

Mit kollektiven Schneeschüppen in der Nachbarschaft begann für viele Stolberger der gestrige Tag nach dem Orkantief „Egon“. Wer noch nicht auf der Straße stand, um seinen Bürgersteig begehbar zu machen, wurde vom Scharren der Schneeschieber vor der Haustüre geweckt...

 

Für die rund 100 Mitarbeiter des Technischen Betriebsamtes (TBA)und der Partnerfirmen, die mit Streufahrzeugen und in Handstreubezirken unterwegs waren, begann der Freitag jedenfalls deutlich in der Früh, um Gehwege, Haltestellen und Straßen in den Griff zu bekommen. Das scheint weitgehend gelungen zu sein, denn großartige Verkehrsprobleme in Stolberg wurden gestern nicht bekannt. Allerdings mit Ausnahmen. Die Aseag berichtet von größeren Problemen auf dem Donnerberg, so dass längere Zeit die Linie 72 nicht verkehren konnte. Zwischen 6 und 7 Uhr musste die Feuerwehr ausrücken, um umgekippte Bäume auf der Steinfurt und der Danziger Straße zu beseitigen, bevor gegen 9.30 Uhr der Hilferuf aus der Berzelius Bleihütte Binsfeldhammer eintraf. Als dort gegen 11 Uhr der Einsatz beendete wurde, ging‘s nahtlos weiter zur Eschweilerstraße, wo in Höhe der Einmündung Nikolausstraße zwei Wagen zusammengestoßen waren. Ein Beteiligter wurde dabei nach Polizeiangaben leicht verletzt. Die L 238 wurde zur Bergung und Unfallaufnahme zeitweise komplett für den Verkehr gesperrt; dadurch beeinträchtigt wurde auch der Linienbusverkehr. Derweil machte sich die Feuerwehr noch auf zu einem Einsatz an der Vichter Straße, wo es auf einem Privatgelände eine Freileitung beschädigt worden sei, was aber offensichtlich nicht der Fall war. Dann wurde es erst einmal deutlich ruhiger für die Rettungskräfte.

 

Das Technische Betriebsamt rüstete hingegen auf für die nächsten Einsatzwellen. Nachschub traf an der Industriestraße ein, um die neue, 1000 Tonnen fassende Salzhalle und die beiden Silos wieder mit Streugut zu befüllen. Rechtzeitig zu diesem Winter die die neue Halle fertiggestellt worden, ihr Vorgänger – eine alte Stahlhalle – war längst vom Salz zerfressen. 350 000 Euro hat der Ersatz gekostet, der nun auch so hoch ist, dass die Streufahrzeuge einfahren und beladen werden können. Das Stadtgebiet ist in acht Reviere aufgeteilt, berichtet TBA-Leiter Georg Paulus. In den Revieren ist jeweils ein Groß-Lkw mit Schneepflug und Streuer unterwegs. Immerhin sind es 157 Straßenkilometer im Stadtgebiet, die vom Betriebsamt bedient werden müssen.

 

Das sind zumeist Hauptverkehrsstrecken oder Straßen mit besonderen Herausforderungen. Bei der Masse der (Neben-)Straßen und Gehwege sind zumeist die Bürger selbst zuständig für den Winterdienst. Wie die genaue Aufgabenverteilung ist, kann auf der städtischen Internetseite unter www.stolberg.de.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

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