Axel I. und der „Schönste Tag im Leben“

Aus dem ehrbaren Bürger Wirthmüller ist die neue Tollität der Kupferstadt geworden.

Beim Prinzenball nach der Proklamation drehte Axel I. richtig auf und riss die Gäste im Rittersaal mit. Fotos: Dirk Müller
Beim Prinzenball nach der Proklamation drehte Axel I. richtig auf und riss die Gäste im Rittersaal mit. Fotos: Dirk Müller

„Käpt‘n Axel“ ist auf der Brücke und hat den Kurs aufgenommen in Richtung jecke Stimmung. Das bewies Axel Wirthmüller nur wenige Minuten, nachdem aus dem ehrbaren Bürger der Stolberger Karnevalsprinz Axel I. geworden war. Die frisch inthronisierte Tollität präsentierte zunächst in der Burg-Galerie ihren munteren Hofstaat und ihr schwungvolles Prinzenlied „Schönster Tag im Leben“, mit dem Axel die Gäste begeisterte. Später verwandelten er und sein Hofstaat beim Prinzenball den Rittersaal der Burg in ein närrisches Tollhaus und rissen die Jecken mit, indem sie zusätzlich zum Prinzenlied noch ein temperamentvolles Medley unter dem Motto „jeck op Deck“ in der Menge präsentierten.

 

Während es bei dem Prinzenball, der sehr gut angenommen wurde, locker und fröhlich zuging, war die vorherige Proklamation unter dem Dach der Burg wie gewohnt eine würdevolle Zeremonie – bei der allerdings auch gelacht, geschunkelt und gesungen wurde. Michael Bartz, Präsident der Ersten Großen KG, erinnerte zu Beginn an den 2015 verschiedenen Goldprinzen Rolf I. (Winkhold) und erteilte dem Silberprinzen das Wort. Arndt II. (Vroomen) bezeichnete seine Session 1992 als „die schönste Zeit in meinem karnevalistischen Leben“ und erklärte mit Seitenblick auf die Verwaltungsspitze: „Und Baustellen gab es damals auch schon.“

 

Zu dem neuen Stolberger Prinzen sagte Vroomen: „Axel, zeige dem Narrenvolk dein Herz, denn, glaub‘s mir, die Jecken werden es dir danken.“ Der erfrischend kurzweiligen Rede des Silberprinzen standen die Worte nicht nach, die der scheidende Prinz Holli I. (Holger Schulz) an die Gäste richtete. „25 Jahre lang bin ich den jeweiligen Prinzen hinterhergelaufen, aber erst, wenn du selbst einmal die Tollität gewesen bist, weißt du, wie fantastisch das ist“, meinte Schulz. Er dankte seiner Familie und seinen Angestellten für die Unterstützung und den Kupferstädter Jecken, denn: „Ihr habt mich durch die Session getragen“.

 

In einer Anspielung auf die Schlüsselübergabe stellte Holli I. die rhetorische Frage: „Wer kann schon von sich behaupten, dass der Bürgermeister für ihn getanzt hat“, und gab als Prinzenvater dem neuen närrischen Regenten mit auf den Weg: „Du, Axel, wirst ne rischtisch jute Tolli, dat säät dich dinge Pap, der Holli“! Eben jenem Holli bescheinigte der Bürgermeister eine tolle Session: „Es hat unendlich viel Spaß gemacht, dich bei Veranstaltungen zu erleben, und du hast auch außerhalb der Session Stolberg als Stadtheld bestens vertreten“, sagte Tim Grüttemeier.

 

Der neuen Tollität versprach der Bürgermeister einen Rosenmontagszug, der nicht durch Baustellen beeinträchtigt sein werde, und bei dem „die ganze Stadt dir zu Füßen liegen wird“. Als Grüttemeier Axel I. mit dem Zeichen der närrischen Macht ausstattete, betonte er: „Das Zepter überlasse ich dir noch kampflos – den Stadtschlüssel zu erobern, wird am Fettdonnerstag ungleich schwieriger.“ Der Prinz selbst erzählte den Gästen von seiner Zeit im Hofstaat von Kurt II. (Schiffer) – der Session, in der Axel I. Mitglied der Ehrenhüte der Ersten Großen wurde und sich entschieden hat, Kupferstädter Tollität zu werden. „Ich habe keine Minute bereut, auch wenn wir manchmal auf dem Zahnfleisch gegangen sind. Holli, du weißt, was ich meine“, sagte Axel I. und erntete dafür viele Lacher.

 

Mit kleiner Verspätung, aber als Entschädigung in Bestform unterhielt „Et Klimpermännchen“ Thomas Cüpper mit Scherzen und Liedern die Gäste in der Burg-Galerie, unter denen sich nicht nur Stolberger, sondern auch Aachener, Eschweiler und Kölner Karnevalisten befanden. Und auch Rolf Peter Hohn, Vizepräsident des Bunds Deutscher Karneval.

 

Als vielseitig erwies sich Ex-Prinz Holli I., denn der Stadtheld Holger Schulz schlüpfte in die Rolle des Stadtschreibers. „Du warst ein ganz klasse Prinz und hast heute Abend auch als Protocollarius überzeugt“, lobte Josef Behlau, Präsident des Kupferstädter Karnevalskomitees.

 

An die neue Tollität gerichtet, sagte Behlau: „Axel, du hast bei der Prinzenvorstellung Spuren hinterlassen und mit großer Unterhaltung die Herzen der Narren erobert. Ich verspreche Dir, wir werden bis Aschermittwoch kräftig mit die feiern.“ Und feiern wird Axel I. nicht nur in Stolberg, denn Stefan Graff, Ehrenpräsident der KG Vicht und Schatzmeister des Reservekorps der Kölner Funken Artillerie blau weiß, lud den Kupferstädter Prinzen zu einer Veranstaltung der Blauen Funken in Köln ein.

 

Dafür, dass Axels jecke Regentschaft unvergesslich für ihn bleiben wird, hat die Erste Große übrigens gleich mehrfach gesorgt. Etwa mit dem Prinzenorden, der in Form des Bootes gehalten ist, mit dem „Käpt‘n Axel“ in seiner Freizeit gerne durch die Niederlande schippert. Weniger mit dem Gedanken an Schiffbruch, sondern eher als Schmuck für Axels Boot gedacht, überreichte Michael Bartz der Tollität zudem einen Rettungsring, der den Kapitän als Stolberger Karnevalsprinz Axel I. ausweist.

 

Quelle: Super Mittwoch

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