In Stolberg arbeitet die beste Auszubildende

Die 28-jährige Anh Thu Huynh leistet als Zahnarzthelferin ausgezeichnete Arbeit. Dafür wurde sie vom Verband Freier Berufe prämiert.

Foto: J. Kueppers
Foto: J. Kueppers

Dass Anh Thu Huynh gut ist, wusste ihre Chefin Dr. Ulrike Minderjahn, die gemeinsam mit ihrem Mann Peter eine Zahnarztpraxis auf der Mühle betreibt, schon lange. Dass die 28-Jährige die beste Auszubildende in Nordrhein-Westfalen ist, hat die Stolbergerin dann doch ein wenig überrascht: „Wir haben nicht darauf hingearbeitet“, sagt Minderjahn. Über die Anerkennung freut sie sich trotzdem.

 

Auch für die ehemalige Auszubildende zur Zahnmedizinischen Fachangestellten, die mittlerweile übernommen wurde, war die Auszeichnung nicht vorhersehbar. „Ich habe nicht damit gerechnet, die Beste zu sein“, sagt Huynh. Ihr sei es nur wichtig gewesen, die Förderung der Zahnärztekammer, die unter dem Dach des Verbandes der Freien Berufe organisiert sind, zu bekommen. Diesen Zuschuss gibt es nur für die besten Absolventen eines jeden Jahrgangs. Denn eines stand für die junge Zahnarzthelferin von Anfang an fest: Sie will weitermachen. Unterstützt von ihrer Chefin macht sie derzeit eine Weiterbildung.

 

„Anh Thu hat Gas gegeben“, sagt Minderjahn nicht ohne Stolz. Dafür sei sie gern bereit gewesen, ihre ausgezeichnete Helferin für die Präsenztage, die „schlimmen Dienstage“, wie sie diese Tage nennt, freizustellen. Seit Sommer des Jahres 2013 ist Huynh nun in Stolberg beschäftigt. Zuvor machte sie eine andere Ausbildung zur Restaurantfachangestellten. In dieser Zeit ist sie viel herumgekommen. Sie arbeitete in einem Hotelrestaurant in Costa Rica, hatte Stationen in der Eifel und in Brandenburg. Der wichtigste Grund für den Wechsel seien schließlich die Arbeitszeiten gewesen. „Ich habe noch nie so viele Feiertage miterlebt“, sagt die 28-Jährige. Dadurch habe sie sehr viel Zeit zum Lernen gehabt. Dass sie in puncto Gehalt Abstriche machen musste, habe sie dafür in Kauf genommen und Geld zur Seite gelegt, um die Zeit der Ausbildung finanziell zu überbrücken.

 

Dass ihre Auszubildende schon ein wenig mehr Erfahrung hatte als andere Mädchen, die bei ihr angefangen haben, hat Minderjahn gleich zu Beginn gemerkt. „Wie Kundenkontakt funktioniert, wusste sie schon“, sagt sie. Sie bleibe immer ruhig, freundlich und habe auch keine Angst vor Menschen. Ihre Auszubildende habe von Anfang an die Möglichkeiten genutzt zu zeigen, was sie kann, und relativ schnell Verantwortung übernommen. Dieses Engagement haben auch die Lehrer des Berufskollegs in Eschweiler gesehen und die Fähigkeiten der jungen Frau gefördert.

 

In der Prüfung musste Huynh aus verschiedenen Bereichen, zum Beispiel aus der Prothetik und der Chirurgie, ihr Wissen unter Beweis stellen. „Das meiste war praktisch.“ Vielseitig interessiert ist sie auch nach ihrer Ausbildung noch. Sie sei genauso gerne am Patienten wie im Labor. Anh Thu Huynh hat ihre Berufung gefunden und gibt ihre Begeisterung nun an die nächsten Auszubildenden weiter. Im September wird Minderjahn wieder jemanden einstellen. Der Druck sei jedoch nicht gestiegen. Dass die nächste Auszubildende wieder ausgezeichnet wird, „wird nicht erwartet“.

 

Der Verband Freier Berufe vertritt in Nordrhein-Westfalen 38 Kammern und Verbände. Zu diesen Berufen zählen neben Zahnärzten auch Apotheker, Fahrlehrer und Notare. Zudem sind unter anderem Restauratoren, Rechtsanwälte und Wirtschaftsprüfer in dieser Dachorganisation vertreten. In dem gesamten Bundesland sind 274 000 Freiberufler selbstständig. Sie beschäftigen 730500 Mitarbeiter in Apotheken, Büros, Kanzleien und Praxen. 29 200 davon sind Auszubildende.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

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