Mit der Ersten Großen, Hofstaat und Tanzflotte

Axel Wirthmüller ist der designierte Stolberger Karnevalsprinz. Am Freitag präsentiert er sich nach der Proklamation beim Prinzenball allen Jecken.

Foto: D. Müller
Foto: D. Müller

Die Tage des ehrbaren Bürgers Axel Wirthmüller sind gezählt, denn am kommenden Freitag, 6. Januar, wird aus Wirthmüller der Stolberger Karnevalsprinz Axel I., der fortan bis zum Aschermittwoch das Narrenvolk der Kupferstadt regiert. Bevor die designierte Tollität mit den Insignien der jecken Macht versehen wird, sprach Dirk Müller mit dem Büsbacher, der vom Köbes zum Prinzen wird.

 

Wie sind Sie zum Karneval gekommen?

 

Wirthmüller: Zunächst über meine Frau Martina. Sie feiert immer schon begeistert Karneval. Sogar so begeistert, dass wir zum Beispiel ein Mal an den Tollen Tagen unseren Urlaub abgebrochen haben. Wir sind verfrüht aus Hamburg abgereist, um am Rosenmontag den Zug in Stolberg erleben zu können. Die Freude meiner Frau an der fünften Jahreszeit hat mich dann immer mehr angesteckt.

 

Wie hat sich das gezeigt?

 

Wirthmüller: Ich habe gerne mitgefeiert und bin dann vor einigen Jahren inaktives Mitglied der KG Büsbach geworden. Aktiv auf den jecken Bühnen unterwegs war ich 2012 zum ersten Mal. Meine guten Freunde Eckhard Braun, Ralf Peters und Osman Vurgun waren das Lindenstraßen-Dreigestirn, und ich Köbes in ihrem Hofstaat. Als Kurt Schiffer mich dann gefragt hat, ob ich 2015 in dem Hofstaat des Stolberger Prinzen Kurt II. auch als Köbes dabei sein möchte, habe ich gleich ja gesagt. 2016 war ich bei Holli I. Holger Schulz im Hofstaat – und wieder als Köbes.

 

Welche Qualitäten benötigt ein Köbes im Hofstaat des Stolberger Prinzen?

 

Wirthmüller: Er muss quasi ein guter Kellner sein, der die Mitglieder des Hofstaats allzeit mit Getränken versorgt. Zudem braucht ein Köbes auch buchhalterische Fähigkeiten: Die Mitglieder des Hofstaats legen Geld zusammen, und der Köbes fungiert dann auch als eine Art Kassenwart. Er sammelt die Belege der Ausgaben, wie etwa bezahlte Bierdeckel, und ermittelt während der Session immer wieder die Zwischenstände der Kasse. Nach den Tollen Tagen erstellt der Köbes eine Endbilanz der Hofstaat-Kasse.

 

Wann haben Sie sich entschieden, vom Köbes zum Prinzen zu werden?

 

Wirthmüller: Das war schon 2015. Die Session mit Kurt II., dem Hofstaat und der Ersten Großen hat mir so viel Spaß gemacht, dass ich aktives Mitglied der Ehrenhut der Ersten Großen geworden bin und auch gesagt habe: Ich möchte auch Stolberger Prinz werden – natürlich fiel dieser Satz fast schon traditionell im „Postwagen“. Jetzt freue ich mich sehr auf meine Session, in der sich regelrecht der Kreis schließt, denn sowohl Ralf Peters, Jungfrau vom Lindenstraßen-Dreigestirn, als auch Kurt II. Schiffer sind in meinem Hofstaat mit den der närrischen Partie.

 

Bei der Prinzenvorstellung des Stolberger Karnevalskomitees haben Sie getreu Ihrem Motto „Jeck op Deck“ zusätzlich zu Ihrem Hofstaat eine eigene Tanzflotte präsentiert. Werden Sie diese Tanzgruppe auch während der Session auf die Bühnen bringen?

 

Wirthmüller: Grundsätzlich ja, allerdings nicht immer in der Stärke von 22 Tänzerinnen wie bei der Prinzenvorstellung. Aber fast immer wenn Bühnenauftritte angesagt sind, werden mich zehn bis zwölf Tänzerinnen aus den Reihen der „Community Dancers“ als Tanzflotte unterstützen. Die Anzahl der tanzenden „Leichtmatrosen“ hängt natürlich auch von der Bühnengröße ab, denn es muss schließlich noch genügend Platz für den Hofstaat vorhanden sein.

 

Wie sind Sie an Ihre eigene „Tanzflotte“ gekommen?

 

Wirthmüller: Ich bin schon lange mit Tina Bungenberg, der Trainerin der „Community Dancers“ befreundet, und als Tina gehört, dass ich Stolberger Prinz werde, hat sie versprochen, mich zu unterstützen. Da habe ich noch gedacht, sie würde meinen Hofstaat und mich trainieren und unsere Choreografie übernehmen. Das hat Tina auch getan und mir – zu meiner großen Überraschung und Freude – sogar die Tanzflotte für die Session an die Seite gestellt.

 

Werde Sie zusätzlich zu Hofstaat und Tanzflotte in der neuen Session auch von der Ersten Großen begleitet?

 

Wirthmüller: Selbstverständlich! Das ist ja eine wichtige Kupferstädter Tradition. Ein Stolberger Prinz ohne die Erste Große – das ist gar nicht vorstellbar. Ich freue mich sehr darauf, und es ist für mich wie für alle Stolberger Prinzen eine Ehre, dass die Erste Große mit Prinzengarde, Mariechen, Tanzgarde und Ehrenhut mich in der Session begleitet und den Jecken präsentiert.

 

Mit einem schwungvollen Medley haben Sie die Gäste bei der Prinzenvorstellung auf eine musikalische Reise mitgenommen und tüchtig in Stimmung gemacht. Können wir Ihr Medley auch in der neuen Session hören?

 

Wirthmüller: Und ob. Das Medley, das ich mit Hofstaat und Tanzflotte präsentiere, wird ein fester Bestandteil meiner Auftritte sein. Und dabei bleibt es nicht, denn Michael Bartz, Präsident der Ersten Großen, hat mir ein Prinzenlied getextet und komponiert. Das bringe ich auch mit in die Säle und hoffe, dass es dem Narrenvolk ebenso gut gefällt wie mir.

 

Wann können die Jecken Ihr Prinzenlied zum ersten Mal hören?

 

Wirthmüller: Gleich im Anschluss an die Proklamation am kommenden Freitag. Die Inthronisierung findet traditionell in der Burg-Galerie statt – wegen des begrenzten Platzangebots vor geladenen Gästen. Aber ab 21 Uhr sind alle Stolberger in festlicher Garderobe oder Uniformen ihrer Karnevalsgesellschaften zum Prinzenball im Rittersaal der Burg eingeladen. Bei diesem Prinzenball für alle Jecken wird mein Hofstaat zum ersten Mal in Kostümen zu sehen sein. Und auch in Aktion, denn gemeinsam präsentieren wir sowohl das Medley, als auch das Prinzenlied allen Gästen im Rittersaal. Das finde ich sehr gut, weil der Prinzenball den Abend auflockert, und mehr Narren die Möglichkeit bekommen, gleich am Abend der Proklamation Hofstaat und Prinz live zu erleben.

 

Fürchten Sie, dass eine mögliche Terror-Gefahr Auswirkungen auf den Karneval in Stolberg haben könnte?

 

Wirthmüller: Ich glaube in Stolberg nicht, und ich hoffe in größeren Städten auch nicht. Hinsichtlich möglicher Terror-Gefahr sollten die Behörden die Sicherheitsmaßnahmen verstärken, und die Menschen sollten Karneval feiern. Ich bin der Meinung: Wenn wir uns die Freude am Leben verderben lassen, haben die Terroristen ihr Ziel erreicht – soweit dürfen wir es nicht kommen lassen.

 

Prinzenball mit Axel I. im Rittersaal

  • Proklamiert wird Axel I. am Freitag, 6. Januar, in der Stolberger Burg. Die Inthronisierung der Stolberger Tollität beginnt um 20 Uhr in der Burg-Galerie vor geladenen Gästen wegen des begrenzten Platzangebots.
  • Alle Stolberger Jecken sind ab 21 Uhr zum Prinzenball in den Rittersaal eingeladen.
  • In festlicher Kleidung oder Uniformen von Karnevalsgesellschaften können die Narren dann auch Prinz Axel I. (links in Kostümierung zu sehen) mit seinem Hofstaat in Aktion erleben und sein Prinzenlied sowie sein Medley hören.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Kandidat für den Städteregionsrat
Dr. Tim Grüttemeier

 

Christlich Demokratische Union Deutschlands (CDU)

in der StädteRegion Aachen

Martinstraße 8

52062 Aachen

 

Telefon: 0241 / 470 71 70
Telefax: 0241 / 470 71 77
E-Mail: gruettemeier@cdu-staedteregion-aachen.de

Für den Newsletter anmelden:

Hinweis: Bitte die mit * gekennzeichneten Felder ausfüllen.