Jeder Besucher fühlt sich gut aufgenommen

Eheleute Blumberg vom „Weißen Rössel“ zaubern wieder eine weihnachtliche Atmosphäre für diejenigen Gäste, denen es gerade nicht so gut geht.

Foto: Gabi Halili
Foto: Gabi Halili

„Zum zehnten Mal bereiten wir ein Weihnachtsmenü für Menschen vor, die sich vielleicht einsam fühlen, oder auch finanziell nicht mal eben so ausessen gehen können. Und uns tut es gut zu sehen, wie wir all unseren Gästen an Heilig Abend eine kleine Freude bereiten können; als unser Enkel vor zehn Jahren zur Welt kam, waren wir so glücklich und da kam uns eben diese Idee, wir wollten etwas Gutes zurückgeben“: Das erzählt Gastwirtin Livia Blumberg, die gerade dabei ist, mit ihrem zehnjährigen Enkel Laris Maximilian hinter den Tresen Getränke einzuschenken.

 

So haben es sich die Eheleute Livia und Manfred Blumberg auch in diesem Jahr wiederum nicht nehmen lassen, im „Weißen Rössel“ an der Burgstraße eine feierliche und weihnachtliche Atmosphäre mit einer ganz besonderen Note für zumeist Alleinstehende und Bedürftige zu zaubern.

 

Da wurde nicht etwas auf die Schnelle gemacht; bereits an den schönen Weihnachtsdekorationen inklusive eines prächtig geschmückten Weihnachtsbaumes wurde eine wirklich gastfreundliche Zeremonie deutlich.

 

Das Publikum war in diesem Jahr besonders interessant gemischt. Einsame allein stehende Menschen, kleinere Grüppchen, die sich von der Tafel her kennen, die Großfamilie aus Syrien, die im letzten Jahr bereits an dieser weihnachtlichen Veranstaltung teilgenommen hatte, sowie „Alfred“ ein Aussteiger aus Malta, waren unter den Gästen.

 

Petra von den Brincken, von den Sozialen Diensten und neben Pastor Hans-Rolf Funken Mitorganisatorin des Abends, hatte den Maltesen eingeladen und mitgebracht. Schließlich hängt daran eine wahrlich außergewöhnliche Geschichte. Während eines Aufenthalts auf der Insel Malta hat Petra von den Brincken mit ihrem Partner eben jenen Alfred an einem fast unbelebten Örtchen auf der Insel zufällig kennengelernt. Dabei fiel den beiden die doch ärmlich und schmutzig wirkende Kleidung des Maltesers auf. „Hier wurde natürlich direkt mein soziales Herz wach, und ich wollte mehr über diesen Mann erfahren“, erklärt die Sozialarbeiterin. Neugierig, wie dieser Mann lebt, nahmen sie spontan seine Einladung an und folgten ihm in seine Unterkunft. Bei Kaffee und einem selbst gemachten Kuchen saßen sie plötzlich in einer kargen höhlenartigen und spartanisch eingerichteten Unterkunft. Hier wurde klar, Alfred hatte durch mehrere harte Schicksalsschläge „die Nase voll“ vom „normalen“ Leben. Mit einigen Ersparnissen, die er als damaliger Juwelierverkäufer angesammelt hatte, fristet er nun ein karges Leben auf Malta.

 

„Nach dieser Begegnung war für uns klar, dass wir Alfred einmal zu uns nach Deutschland einladen würden, und so sitzt er nun heute mit uns hier im Weißen Rössel und alle hören seiner Geschichte erstaunt zu“, so von den Brincken. Überhaupt ist dieser Abend auch immer wieder eine Begegnung vieler unterschiedlicher Schicksalsschläge verschiedener Menschen. Hier können sie sich mitteilen, austauschen und jeder hat ein „offenes Ohr“, welches im alltäglichen und hektischen Leben eben oft fehlt.

 

Es ist ein Abend mit entsprechender Stimmung und einem liebevoll zubereiteten Büffet, das von Pastor Hans-Rolf Funken mit den einfühlsamen Worten eröffnet wurde: „Zu Weihnachten als einem Fest des Friedens und der Begegnung unter den Menschen“ falle es den Gästen noch leichter, sich näher zu kommen.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

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