Schmuckstück erstrahlt in neuem Glanz

Fassade des Gebäudes an der Rathausstraße 98 ist renoviert worden. Private Investition von Städtebauförderung unterstützt. Weitere Projekte.

Foto: D. Müller
Foto: D. Müller

Das Gebäude Rathausstraße 98 an der Ecke zur Frankentalstraße ist ein echter Hingucker. In zwei dezenten und miteinander harmonisierenden Rosa-Tönen erstrahlt die 368 Quadratmeter umfassende Fassade in frischem Glanz, die Umrandungen der Fensterrahmen sind weiß abgesetzt. Weiß sind auch die kleineren Figuren, die den oberen Fassadenbereich des Erdgeschosses säumen. Sie stellen traditionelle Handwerksberufe dar. Das Haus befindet sich zwischen Bastinsweiher und der Pfarrkirche St. Mariä-Himmelfahrt, und auf Höhe des ersten Obergeschosses hält die Heilige Mutter Gottes das Christkind im Arm. Während die Förderung der Tal-achse in der Innenstadt sich derzeit noch durch große städtische Baumaßnahmen bemerkbar macht, die am Kaiserplatz und Bastinsweiher im Frühjahr beziehungsweise Sommer 2017 abgeschlossen sein sollen, ist die private Investition am Haus Rathausstraße 98 ein bereits vollendetes Resultat der Städtebauförderung.

 

Und ein Beispiel, das durchaus Schule machen soll, betont der Technische Beigeordnete Tobias Röhm: „Nachhaltige Stadtentwicklung kann nur funktionieren, wenn öffentliche Maßnahmen und private Investitionen Hand in Hand vonstatten gehen.“ Deshalb habe die Stadtverwaltung vor gut einem Jahr im Rahmen der Förderung Talachse das von Andreas Elsbroek geleitete Quartiersbüro im Steinweg (siehe Infokasten) eingerichtet, das privates Engagement anstoßen soll, beschreibt Röhm. „Denn auch die Hauseigentümer in der Talachse können von der Förderung profitieren, das Erscheinungsbild der Stolberger Innenstadt verschönern und ihre eigenen Immobilien aufwerten“, erklärt Dominik Erbelding von der Deutschen Stadt- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft. Immerhin umfasst das Fördergebiet rund 450 Immobilien.

 

Wie die Hausbesitzer praktisch von der Städtebauförderung profitieren können, erläutert Elsbroek vom Quartiersbüro. „Wir bieten eine kostenlose und breitgefächerte Einstiegsberatung, bei der wir den Eigentümern die Machbarkeit von Sanierungsmaßnahmen aufzeigen, den groben Kostenrahmen abstecken und über mögliche Fördermittel, Finanzierung und steuerliche Aspekte aufklären“, führt Elsbroek aus. So geschehen bei dem Objekt Rathausstraße 98.

 

Die Eigentümerin hatte ihren Berater Hermann-J. Lanzrath beauftragt, sich bei Elsbroek im Quartiersbüro zu informieren, nachdem das Objekt im Dezember 2014 erworben worden war. Unterstützt wurde die Maßnahme an dem Haus aus dem Jahr 1913 letztlich von dem landläufig so genannten „Fassadenprogramm“. „Dabei können private Sanierungen mit bis zu 50 Prozent der Kosten gefördert werden. Pro Maßnahme stehen bis zu 30 Euro je Quadratmeter und maximal 10 000 Euro Fördermittel zur Verfügung“, sagt Elsbroek.

 

Jetzt weist das markante Eckhaus eine ansprechende Ästhetik auf, die nicht nur den Wert der Immobilie steigert, sondern auch auf die Umgebung an Rathaus-, Frankental- und Salmstraße abstrahlt. Und bei diesem „Vorzeigeobjekt“ werde es nicht bleiben, denn „das Interesse der Immobilienbesitzer an privaten Investitionen ist größer geworden“, meint Röhm.

 

Elsbroek bestätigt dies und zieht eine positive Bilanz nach gut einem Jahr Arbeit des Quartiersbüros: „Bei einer Handvoll Häusern sind die Planungen schon sehr konkret, und weitere Sanierungsprojekte in der Talachse werden derzeit angeschoben.“

 

Mit der ersten aufgewerteten Fassade im Rahmen der Städtebauförderung werde das Angebot des Quartiersbüro jetzt auch plastisch sichtbar, wovon die Verwaltung sich einen „Nachahmungseffekt“ verspreche, sagt Röhm: „Am Beispiel Rathausstraße 98 ist die Aufwertung des Umfelds und der Immobilie deutlich sichtbar. Wir freuen uns jetzt auf noch mehr Hauseigentümer, die sich für Fördermöglichkeiten für ihre privaten Investitionen interessieren.“

 

Kostenlose Einstiegsberatung für Hauseigentümer

 

  • Das Quartiersbüro, Steinweg 73, ist montags von 13 bis 15 Uhr und donnerstags von 16 bis 19 Uhr geöffnet und bietet kostenlose Einstiegsberatung für Immobilienbesitzer an, die Häuser in der sogenannten Talachse Innenstadt sanieren möchten.
  • Termine sind nach Absprache jederzeit im Quartiersbüro möglich, in dem Aachener Büro sowie an den jeweiligen Immobilien rund um die Talachse, die Beratungsgegenstand sein sollen. Kontakt Andreas Elsbroek: ☏ 13-660, E-Mail: quartiersmanagement@stolberg.de.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Kandidat für den Städteregionsrat
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