Pfadfinder verkaufen Weihnachtsbäume

In Schevenhütte und Venwegen sind Fichten und Tannen über die Theke gegangen. Jugendliche duellieren sich im Verkauf.

Foto: L. Otte
Foto: L. Otte

Jahr für Jahr bildet der Weihnachtsbaum in den meisten Familienkreisen das Herzstück des Weihnachtsfestes. Er ist glitzernder Mittelpunkt und Hüter der Geschenke zugleich. Sich einen Baum in das Wohnzimmer zu stellen, ist ein Brauch, der der Historie nach in dieser Form im 19. Jahrhundert in Deutschland begann.

 

Damit die Menschen in Stolberg einen perfekten Weihnachtsbaum finden, ohne dafür kilometerweit zu fahren, haben gleich zwei Pfadfindergruppen am Samstag in Schevenhütte und Venwegen Weihnachtsbäume verkauft. Von dem Treiben des jeweils anderen Stammes – nur etwa 13 Kilometer entfernt – wussten sie nichts.

 

Es ist früh am Morgen. Während die Pfadfinderschaft Sankt Georg, Stamm Venwegen, vor Ort noch mit den Aufbauarbeiten beschäftigt ist, wuseln die 25 bis 30 Pfadfinder der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg, Stamm Wehebachthaler, in Schevenhütte bereits umher und versuchen den Wünschen der ersten Interessenten gerecht zu werden: „Idealerweise bräuchte ich eine Fichte, die ich später an die Pferde verfüttern kann.“, erkundigt sich Jürgen Thier, der für seinen diesjährigen Weihnachtsbaum extra vom Donnerberg in das kleiner Örtchen gekommen ist.

 

Für die Pfadfinder ist es wichtig, dass jeder Kunde zufrieden mit seinem Baum nach Hause geht, insofern wird jedes Einzelstück genau ins Auge gefasst. Es wird Maß genommen bevor die Kettensägengeräusche lautstark über den Platz hallen. Insgesamt 90 Weihnachtsbäume aus dem Schevenhüttener Wald stehen hier zum Verkauf: „Für uns ist diese Aktion immer eines der Highlights im Jahr. Wir haben schon um die

80 Bäume verkauft und das allein innerhalb der ersten Dreiviertelstunde“, bilanziert Roverin und Juffi-Leiterin Sina Böhle zwischen.

 

Ortswechsel. In Venwegen ist derweil die Sonne hinter dicken Wolken verschwunden. Die Pfadfinder haben eine ganz besondere Atmosphäre geschaffen: Es gibt Kakao, Glühwein, Waffeln, Weihnachtssterne sowie selbst gebastelten Weihnachtsschmuck von den jüngeren Pfadfindern, den Caravelles.

 

Ein großes Lagerfeuer ist mittig vor der alten Schule angezündet worden und das wohl Schönste, große Künstler wie Frank Sinatra, Dean Martin oder Jose Feliciano untermalen mit ihrer Weihnachtsmusik die Weihnachtsbaumverkaufskulisse. Die Tannen, die sich in Venwegen aneinanderreihen stammen aus der Lenzbach. Hier sind es rund 50 Weihnachtsbäume. Darunter befinden sich Nordmanntannen, Fichten sowie Korea- und Weißtannen, welche zum Erhalt der Frische bewusst erst einen Tag vorher geschlagen wurden.

 

Über 30 Exemplare haben die Venwegener-Pfadfinder an dieser Stelle veräußert. Sie wurden in Sisal, einem speziellen, sehr umweltfreundlichen Material aus biologischen Fasern verpackt und haben so ihren Weg in die Autos der Käufer gefunden.

 

„Bei uns ist es so, dass durch diesen Verkauf erst so richtig Weihnachtsstimmung aufkommt, weil man vorher mit der Schule, der Uni oder der Arbeit noch dermaßen beschäftigt ist, dass das Besinnliche bis hierhin einfach außen vor bleibt“, berichtet die Pfadfindern Maren Megow. Sie sagt: „Ich glaube, dass Wichtigste ist, dass das Geld, das wir einnehmen zu 80 Prozent an einen guten Zweck geht, nämlich an die Pfadfinderschaft selbst und unser behindertengerechtes Haus in Krekel.“

 

Demnach gestalteten sich die zwei Weihnachtsbaumverkäufe in der Region ganz unterschiedlich, jeder auf seine eigene Weise. Am Ende steht es 90 : 32 für die Wehebachthaler. Jedoch ist dies ein, aufgrund der ungleichen Ausgangsbedingungen, durchaus sehenswertes Ergebnis für beide Pfadfinderstämme.

 

Denn nur dadurch hatten zahlreiche Weihnachtsbaumliebhaber, sprich Familien, Alleinstehende und ältere Ehepaare aus den Orten Schevenhütte und Venwegen, aber auch aus der näheren Umgebung die Möglichkeit, ihre Weihnachtsbäume für das bevorstehende Fest direkt vor ihrer Haustür in den Stolberger Ortschaften zu finden.

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