Jobberatung, wo früher Gerichtsverhandlungen liefen

28 Mitarbeiter des Jobcenters Stolberg arbeiten jetzt im alten Amtsgericht. Der Denkmalschutz macht Umbauten knifflig.

Eigentlich sind die „Vorsicht, frisch gestrichen“-Schilder gar nicht notwendig: Denn es riecht überall nach frischer Farbe in den Räumen des alten Amtsgerichts am Stolberger Kaiserplatz. In den vergangenen Tagen sind hier 28 Mitarbeiter des Stolberger Jobcenters eingezogen, nachdem das alte Gemäuer monatelang umgebaut worden war. Das war teilweise gar nicht so einfach: Denn Auflagen des Denkmalschutzes mussten mit Auflagen des Brand- und Arbeitsschutzes abgestimmt werden.

 

„Das war zum Beispiel beim alten Gerichtssaal gar nicht so leicht“, sagt Markus Schallenberg, der den Umbau von Seiten des Jobcenters begleitet hat. Der große, mit Holz vertäfelte Raum, in dem ein blauer Teppichboden lag, sei zwar sehr schön gewesen. „Aber für unsere Zwecke war er so nicht nutzbar.“ Denn die Fallmanager, die die Kunden des Jobcenters beraten, müssten aus Gründen des Datenschutzes in Einzelbüros sitzen. „Das wäre ja für unsere Kunden nicht besonders angenehm, wenn ihr persönlicher Fall in einem Großraumbüro diskutiert würde“, ergänzt Marcus Alt, Geschäftsführer des Stolberger Jobcenters.

 

Darum sind durch die ausführende Firma, AMW aus Aachen, Trennwände hochgezogen worden: Aus dem Gerichtssaal sind drei kleine Büros geworden. Insgesamt sind durch neue Raumtrennungen 32 Büros entstanden. „Dabei war aber eine Auflage des Denkmalschutzes, dass der Saal wieder in seinen ursprünglichen Zustand versetzt wird, wenn wir wieder ausziehen“, sagt Schallenberg. Knifflig wurde es auch im ehemaligen Zellentrakt: Aus Denkmalschutzgründen durften die kleinen Fenster nicht vergrößert werden. „Auf der anderen Seite sollten natürlich die Kollegen nicht im Dunkeln sitzen müssen“, sagt Schallenberg. Darum habe man die Zellentüren durch Glastüren ersetzt, um das Tageslicht von der anderen Seite des Flurs nutzen zu können. Teilweise wurden auch Trennwände zwischen den einzelnen Zellen herausgebrochen, um die Räume etwas größer zu gestalten, beispielsweise für die Teeküche, die die Mitarbeiter dann für ihre Pausen nutzen können.

 

Der Umzug ins alte Amtsgericht ist nur der erste Teil eines groß angelegten Manövers, an dessen Ende die Behörde von insgesamt vier Standorten auf zwei konzentriert wird. Im Januar ziehen die anderen Jobcenter-Kollegen in das ehemalige Goethe-Gymnasium, gleich neben dem Amtsgericht (siehe Infobox). „Wir sitzen dann alle am Kaiserplatz“, sagt Marcus Alt. Das sei für die Kunden besser, denn nun könnten alle Angelegenheiten an einem zentralen Ort in der Innenstadt erledigt werden.

 

Der Mietvertrag, den das Jobcenter mit dem Eigentümer der Amtsgericht-Immobilie abgeschlossen hat, läuft zunächst zehn Jahre lang. „Es gibt aber eine Option, dass wir noch mal um fünf Jahre verlängern können“, sagt Markus Schallenberg, allerdings müsse man bei einer jungen Behörde wie dem Jobcenter noch sehen, wie sich der tatsächliche Raumbedarf entwickelt. So sei das Stolberger Jobcenter seit seiner Gründung schon deutlich gewachsen. „Doch für die nächsten Jahre sind wir hier am Kaiserplatz gut aufgestellt.“

 

Das ändert sich für die Jobcenter-Kunden

 

  • Bis Mitte Januar bleibt die Eingangszone zur Arbeitslosmeldung die Geschäftsstelle „An der Krone“. Das gilt auch für den Geldleistungsbereich an der Rathausstraße.
  • Anschließend werden diese Leistungen im ehemaligen Goethe-Gymnasium, Kaiserplatz 6, angeboten. Alle Bestandskunden behalten auch nach den Umzügen ihren bisherigen Ansprechpartner.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

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