Präzise und Stimmgewaltig dargeboten

Der ukrainische Männerchor „Gregorianika“ tritt in der Kirche Mariä Himmelfahrt auf. Frische Lebenfreude transportiert.

Foto: M. L. Otten
Foto: M. L. Otten

In vielen Konzertsälen Deutschlands sind die Herren des ukrainischen Männerchores „Gregorianika“ zu Hause, aber in den Kirchen sind die Darbietungen am schönsten, urteilte eine langjährige Zuhörerin aus Alsdorf, die von den gregorianischen Gesängen nicht genug zu hören bekommt und die Konzerte des Ensembles so oft wie möglich besucht.

 

In St. Mariä Himmelfahrt in Stolberg zählte sie zu den circa fünfzig Personen aus der Städteregion, die gekommen waren, um den in schlichte Mönchskutten gekleideten und mit exzellenten Stimmen ausgestatteten Männern zu lauschen.

 

Typisch einstimmige gregorianische Choräle, mehrstimmige Kirchenmusik und Weihnachtslieder standen auf dem Programm, das als „In Media Res“ tituliert war, was so viel heißt wie „mitten in den Dingen“. Präzise und stimmgewaltig brachten sie die Kompositionen, die von tiefer Demut, Spiritualität und Mystik geprägt waren, zum Klingen. André Voziin und Serhiy Rybyn waren die Engel im Tenor 1, die dem Zuhörer Schauer der Verzückungen über den Rücken jagten, Vasyl Melnychuk und Bohdan Slipak (Tenor 2) trugen den Chor aus der Mitte heraus und verliehen den Liedern einen extra Hauch Mystik, Petro Pavlinskyy (Bariton) verlieh dem Chor die nötige Frische und transportierte Lebensfreude in die Kirche und Oleksiy Semenchuk, musikalischer Leiter des Sextetts und Basssänger, erzeugte eine warme Atmosphäre, die bis in die hinterste Kirchenbank getragen wurde.

 

Im zweiten Teil wurden bekannte ukrainische und deutsche Weihnachtslieder angestimmt. Während die Lieder aus der Heimat innig und gefühlvoll dargeboten wurden und Weihnachtsstimmung aufkommen ließ, hatten sie bei manchen der deutschsprachigen Liedern doch eine eigenwillige Vorstellung von den Tempi.

 

Zu den Höhepunkten zählten zweifelsohne „Es blüht eine Rose zur Weihnachtszeit“ und „Gaudete“, eine Verheißung, dass sich Gottes Gerechtigkeit letztendlich durchsetzen wird.

 

Im Hymnus „Gloria in excelsis Deo“ zeigten sich die Herren noch einmal als überaus fein abgestimmtes, präzise intonierendes Vokalensemble.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

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