Stadtteil Mühle bleibt für Anwohner ein Sorgenkind

Beim Bürgerdialog der CDU kommen Kritik und Verbesserungsvorschläge auf den Tisch. Einbau einer Kamera ist nicht machbar.

Der Stadtteil Mühle hat sich einmal mehr als „Sorgenkind“ in Stolbergs Mitte herauskristallisiert. Kriminalität und insbesondere Drogenhandel beklagten Anwohner bei dem Bürgerdialog des CDU Ortsverbands (OV) Mitte, der für Atsch, Donnerberg, Velau, Mühle, Unter- und Oberstolberg zuständig ist.

 

In der Gaststätte „En de Kess“ prangerten Bürger an, die Mühle sei ein florierender Drogenumschlagplatz, die Polizei wisse davon, würde aber nichts dagegen unternehmen. Dem widersprach Bürgermeister Tim Grüttemeier. „Es hat bereits verstärkte Kontrollen von Ordnungsamt und Feuerwehr gemeinsam mit der Polizei in dem Stadtteil gegeben. Im Rahmen der Möglichkeiten ist dies ein Baustein in einem Prozess“, sagte Grüttemeier und führte bessere Beleuchtung auf der Mühle als weitere Maßnahme an.

 

Zu dem Wunsch der Anwohner nach Kameraüberwachung erklärte der Bürgermeister, dass der Gesetzgeber dies in besagtem Bereich nicht erlaube. Die neue Ortsvereinsvorsitzende Carolin Sieven moderierte den Bürgerdialog, bei dem auch die Baumaßnahme Sebastianusstraße zur Sprache kam.

 

Seit der Sperrung einer der Hauptverkehrsadern in der Atsch herrsche Chaos in Hamm- und Friedhofstraße. Und Lastkraftwagen hätten schon Schäden auf der Hammstraße verursacht, beschwerten sich Bürger.

 

Grüttemeier versicherte, etwaige Schäden auf der Hammstraße würden nach Aufhebung der Baustelle auf städtische Kosten beseitigt werden. Ein weiterer Themenschwerpunkt bei dem Dialog war die Tal-achse der Innenstadt. Der Landtagsabgeordnete Axel Wirtz nannte den Steinweg, der zunächst zur Fußgängerzone erklärt und dann für den Kfz-Verkehr geöffnet wurde und nun zum Teil wieder autofrei werden soll, als gutes Beispiel dafür, wie „Politik auf gesellschaftliche Veränderungen reagieren muss“.

 

Auf Nachfrage bestätigte der Bürgermeister, dass auch auf der schmaleren Fahrbahn am Bastinsweiher zwei Busse einander passieren könnten, und die neue Gastronomie auf dem Kaiserplatz planmäßig im Frühjahr 2017 eröffnen werde. Zuvor könne im Januar ein anderer Investor mit dem Neubau neben der Drummen-Villa beginnen. Auch die Baumaßnahme Bastinsweiher sei im Zeitplan, und in 2018 werde es Planungswerkstätten mit Beteiligung der Bürger für die Umgestaltung von Salmstraße und Mühlener Markt geben. Umgesetzt werde dieser letzte Teilabschnitt der Förderung Talachse dann im Jahr 2019.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Kandidat für den Städteregionsrat
Dr. Tim Grüttemeier

 

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