Parkplätze am Neubauprojekt sind knapp

Anwohner der Liester bringen bei der Anhörung ihre Bedenken vor. Mehrfamilienhäuser und ein Pflegeheim werden hier entstehen.

Es ist vor allem der Parkraum, der den Anwohnern der Liester Sorgen macht. Wenn das Pflegeheim mit 80 Plätzen nebst 20 Tagespflegeplätzen und 24 betreuten Wohneinheiten sowie 56 private Wohnungen auf dem Gelände der heutigen Propst-Grüber-Schule entstehen, dann „wird das hier zu einem Chaos führen“, wie ein Anwohner bei der Bürgeranhörung zum Thema anmerkte.

 

Dabei machen den heutigen Bewohnern der Liester und der umliegenden Vogelnamenwege weniger die in Richtung Sportplatz Kranensterz entstehenden Mehrfamilienhäuser Kopfzerbrechen, sondern das Umfeld in der direkten Nachbarschaft des zukünftigen Pflegeheims.

 

Zwar verfügen die Besitzer der Reihenhäuser alle über eine Garage, aber damit alleine kann der tatsächliche Fahrzeugbestand nicht bewältigt werden. Nicht nur abends ist der Seitenrand der Straße „Auf der Liester“ zugestellt, sondern auch der Lehrerparkplatz der Hauptschule wird mit benutzt. Was zwar geduldet werde, aber rechtlich nicht einwandfrei sei, weil der Lehrer- ein Privatparkplatz sei, wie Planungsamtsleiter Andreas Pickhardt verdeutlichte.

 

Der Investor hat in seine Planungen neben 25 öffentlichen weitere 20 Parkplätze für das Pflegeheim und 24 für das betreute Wohnen vorgesehen, wie Jens Müller vom Aachener Büro BKR erläuterte. Zudem sind 83 Stellplätze für die Wohnbebauung vorgesehen. „Das ist ein Schlüssel von 1,5 Parkplätzen pro Wohneinheit, und der ist schon realistisch“, sagte Müller. Tobias Röhm sicherte zu, die Stellplatzsituation auf der Liester bis zur entscheidenden Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung prüfen zu lassen. Zudem versuche die Stadt, beim Bau einer neuen Zuwegung zur Sporthalle ein paar zusätzliche Parkplätze zu realisieren, so der Technische Beigeordnete. In Gesprächen mit dem Investor solle zudem eruiert werden, ob das Angebot aus der Nachbarschaft, Freiflächen im Süden des Plangebietes als Parkflächen zu erschließen, realisiert werden kann.

 

Darüber hinaus soll es vor Baubeginn zu einer Bestandsaufnahme der Straße „Auf der Liester“ kommen, um mögliche Schäden durch Baustellenverkehr regulieren zu können, so Röhm weiter. Zudem werde vor einer Kanalerschließung, die voraussichtlich bergab erfolgen werde, eine hydraulische Berechnung der Leistungsfähigkeit der vorhandenen Sammler erfolgen.

 

Als interessant eingestuft – wenn auch außerhalb der Bauleitplanung – wurde auch ein weiterer Vorschlag aus den Reihen der Bürgerschaft: die Herausnahme des Busverkehrs aus Pirol- und Meisenweg zugunsten einer Linienführung über die Ardennenstraße, wo die engen Rondells in Kürze überfahrbaren Kreisverkehren weichen. Mit einer Busanbindung könne vielleicht der einst von Geschäften gesäumte Geschwister-Scholl-Platz wieder etwas aufgewertet werden, meinte ein Bürger: „Jetzt dient der abends doch nur noch als Abstellplatz für Fahrzeuge der Hochhausbewohner.“

 

An dem eigentlichen Bauvorhaben gab es keine Kritik. Das Schulgebäude wird abgerissen. An seiner Stelle entsteht ein dreigeschossiger Neubau für das Pflegeheim mit 80 Plätzen, das in etwa die gleiche Höhe wie der aktuelle Bestand haben soll. Im Bereich der derzeitigen Hausmeisterwohnung ist ein dreigeschossiges Ensemble für betreutes Wohnen mit 24 Plätzen geplant. Unterhalb der sozial genutzten Bereiche ist eine Mehrfamilienbebauung in drei Reihen mit fünf dreigeschossigen Gebäuden sowie im Süden mit drei zweigeschossigen Häusern, die ein Staffelgeschoss haben dürfen, vorgesehen.

 

Die Erschließung erfolgt als Sackgasse mit Stichstraßen von der Liester aus. Die Parkplätze für das kleine Neubaugebiet sind unmittelbar im Umfeld der Häuser vorgesehen. Zum Sportplatz Kranen_sterz hin ist eine Lärmschutzmaßnahme erforderlich. Ein Fußweg zu Sportheim und -platz soll erhalten bleiben. Ob die Fußwegeverbindung zur August-Prym-Straße erhalten bleiben werden kann, wird noch geprüft.

 

Noch bis einschließlich 14. Dezember sind die Vorentwürfe zur Einsicht und für Anregungen im Rathaus ausgelegt. Anfang kommenden Jahres wird der Ausschuss für Stadtentwicklung über die Einwendungen beraten. Mit dem Offenlagebeschluss des Stadtrates besteht erneut die Möglichkeit, Bedenken und Anregungen zu äußern.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

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