Jugendbus fährt bald auf neuen Wegen

Die Stadt Stolberg passt das Konzept ihrer offenen Jugendarbeit an. Treff Westside auf der Mühle soll Zentrale werden.

Fotos: S.-L. Gombert
Fotos: S.-L. Gombert

Computerspiele, Sport treiben im Verein oder einfach nur dort abhängen, wo man ungestört ist: Womit verbringen die rund 4350 Stolberger im Alter von elf bis 17 Jahren am liebsten ihre Freizeit? Was treibt sie um, und was sind ihre Ziele? Das Jugendamt der Stadt Stolberg dreht derzeit an einigen Stellschrauben in der Offenen Jugendarbeit.

 

Unter anderem soll der Einsatzplan für den Stolberger Jugendbus, der momentan vor allem in Breinig und Gressenich zu sehen ist, angepasst werden. Und die Jugendarbeit soll enger mit den städtischen Schulen vernetzt werden. Heute Abend wird sich der Kinder- und Jugendausschuss der Stadt (Ratssaal, 18 Uhr) mit dem Thema auseinandersetzen.

 

„Das Freizeitverhalten der Jugendlichen hat sich in den vergangenen zehn Jahren deutlich verändert“, erklärt Josef Offergeld, stellvertretender Leiter des städtischen Jugendamts im Gespräch mit unserer Zeitung. Während früher die Jugendtreffs, das „Jam“ in Büsbach und das „Westside“ auf der Mühle beliebte Anlaufpunkte für die jungen Menschen gewesen seien, würden die Jugendlichen heute oft inoffizielle Treffpunkte vorziehen. „Wir möchten uns mit unserer Jugendarbeit dem Verhalten der jungen Leute anpassen, um den Kontakt auf Dauer halten zu können“, erklärt Offergeld.

 

Darum soll beispielsweise der Jugendbus bald neue Wege fahren, und die Sozialarbeiter gleich mit. Da das Bus-Angebot vor allem in Gressenich kaum angenommen wird, soll im kommenden Jahr nachjustiert werden: „Wir wollen versuchen, den Bus flexibler einzusetzen als bisher“, erklärt Robert Voigtsberger, Erster Beigeordneter und Sozialdezernent der Stadt. Bis zum März des kommenden Jahres soll dem Jugendausschuss ein detaillierter Einsatzplan des Busses vorliegen.

 

Zum einen wolle man schneller darauf reagieren können, wenn irgendwo ein neuer beliebter Treffpunkt von Jugendlichen ausgemacht wird. Auf diese Weise will sich die Stadt um diejenigen jungen Menschen kümmern, die außerhalb der Schulzeit weder durch einen Sportverein noch eine andere Institution „aufgefangen“ werden. Aktuell verfügt aus dem Team lediglich Herman Moonen, über einen entsprechenden Führerschein, um das Fahrzeug zu bewegen. „Vielleicht finden wir auch dafür eine Lösung, um personell etwas flexibler zu werden“, sagt Robert Voigtsberger. Vorstellbar wäre, dass ein Fahrer den Bus an einen bestimmten Ort bringt, und die Sozialarbeiter dann vor Ort ihre Arbeit machen können.

 

„Mit dem Jugendbus können unsere Sozialarbeiter mal bei ihnen vorbeischauen und in Kontakt treten – ohne ihnen dabei auf die Nerven zu fallen“, sagt Voigtsberger. Offergeld ergänzt: „Gerade beim ersten Kontakt mit den Jugendlichen ist es wichtig, sie nicht mit Angeboten oder Regeln zu überfrachten.“ Die Sozialarbeiter müssten den Spagat schaffen, auf unverbindliche Art eine gewisse Verbindlichkeit herzustellen.

 

Und das gelingt dem Stolberger Team: Unter anderem hat eine Gruppe Jugendlicher unter Anleitung des Jugendamtes einen Film gedreht, der im Kulturzentrum Frankental vorgeführt wurde.

 

Apropos Frankental: „Wir wollen die Jugendarbeit besser mit den Schulen und auch dem Kulturzentrum verzahnen“, sagt Dezernent Robert Voigtsberger. Das könnte beispielsweise so aussehen, dass der Bus vormittags zur Präventionsarbeit auf Schulhöfen genutzt wird.

 

Oder dass die Sozialarbeiter die Lern- und Hilfsangebote von Volkshochschule und Stadtbücherei an die Jugendlichen weitervermitteln. „Man könnte sich im Theatersaal die Literaturverfilmung zu einer Schullektüre ansehen“, nennt Josef Offergeld als Beispiel.

 

Dreh- und Angelpunkt für die Arbeit soll künftig das „Westside“ sein. Von hier aus sollen die Aktivitäten der offenen Jugendarbeit „sternförmig“ in die Stadt ausstrahlen. Das soll aber im Umkehrschluss nicht bedeuten, dass beispielsweise das „JAM“ in Büsbach aufgegeben wird. „Es geht uns darum, dass die Mitarbeiter sich untereinander besser abstimmen können, wenn sie an einem Ort sind“, sagt Josef Offergeld. So könne man sich in Urlaubs- oder Krankheitsfällen besser vertreten.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Kandidat für den Städteregionsrat
Dr. Tim Grüttemeier

 

Christlich Demokratische Union Deutschlands (CDU)

in der StädteRegion Aachen

Martinstraße 8

52062 Aachen

 

Telefon: 0241 / 470 71 70
Telefax: 0241 / 470 71 77
E-Mail: gruettemeier@cdu-staedteregion-aachen.de

Für den Newsletter anmelden:

Hinweis: Bitte die mit * gekennzeichneten Felder ausfüllen.